Bis zum Oktober läuft die Ausschreibung für die fünf kommunalgeführten Kindertagesstätten der Gemeinde Huy. Durch eine neue Trägerschaft soll der Erhalt der Einrichtungen und eine Kosteneinsparung für die Gemeinde erreicht werden.

GemeindeHuy l Fünf Kindertagesstätten der Gemeinde Huy werden zurzeit noch durch die Kommune geführt - doch das soll sich bald ändern. "Unser Anliegen ist, die Einrichtungen nicht zu schließen, sondern ihren Erhalt langfristig zu sichern", betonte Thomas Krüger (CDU), Bürgermeister der Gemeinde Huy.

Während einer Sitzung des Hauptausschusses der Gemeinde sprachen sich die Räte einstimmig dafür aus, mit seriösen Interessenten für die Tagesstätten "Kinderland" Dedeleben, "Erlebnis(t)räume" Pabstorf, "Mühlenspatzen" Anderbeck, "Schaukelpferd" Aderstedt und "Spatzennest" Schlanstedt in Verhandlungen zu treten.

Es ist kein Geheimnis, dass die Gemeinde verschuldet ist und Kosten einsparen muss. Durch die neue Trägerschaft würden Gelder für Personal, Renovierungen und Ausstattung der Tagesstätten von den Investoren gezahlt werden - was eine erhebliche Erleichterung für die Gemeindekassen bedeuten würde. "Bisher haben wir nur gute Erfahrungen mit solchen Übergaben gesammelt, zum Beispiel in Dingelstedt und Badersleben", sagte Thomas Krüger.

Gestern gab die Gemeinde bekannt, dass eine offizielle Ausschreibung für die fünf Tagesstätten läuft. "Das ist eine Auflage der Kommunalaufsicht", begründete Krüger. Die Angebotsfrist endet am 2. Oktober um 11 Uhr. Bisher hätten sich bereits drei Interessenten gemeldet, teilte der Gemeindebürgermeister mit. Krüger: "Wir streben an, dass die Einrichtungen an einen Träger übergeben werden, damit sie nicht auseinandergepflückt werden, es ist jedoch keine Bedingung." Beginnen soll die Trägerschaft voraussichtlich am 1. März 2013.

"Ich kann die Entscheidung der Gemeinde verstehen, aber nicht begrüßen", sagte Karin Bruhns. Sie ist die Leiterin der Kita "Kinderland" in Dedeleben. "Wir haben schon negative Erfahrungen mit einem Träger gesammelt."

Von 1993 bis 2002 führte die Arbeiterwohlfahrt Halberstadt die Einrichtung. "Wir waren froh, dass nach den Jahren voller Höhen und Tiefen die Gemeinde die Trägerschaft wieder übernahm. Mit ihr sind wir immer gut gefahren", betonte Karin Bruhns. "Was nun geschieht, kann man nicht wissen, aber Herr Krüger versicherte uns, das für uns beste Angebot auszuwählen."

Nach Ablauf der Ausschreibungspflicht sollen die Mitarbeiter Einrichtungen bei einer Informationsveranstaltung über die weiteren Schritte und damit einhergehenden Veränderungen unterrichtet werden.