Ein Schandfleck ist aus Irxleben verschwunden. Der Parkplatz am Friedhof ist fertig. In seiner Mitte thront ein junger Baum mit Geschichte: der Holzapfel, die heimische Stammform des Kulturapfels. Gleich nebenan wächst die neue Friedhofsmauer empor.

Irxleben l 30 neue Stellflächen, sauber eingefasst von Hochborden und Grünanlagen lassen die frühere Pfützenlandschaft vergessen. Eine moderne Regenableitung gibt fortan Wasserlachen keine Chance.

Der Standort für den Baum des Jahres ist perfekt

Nach Jahren des Ringens ist der Schandfleck am Friedhof Geschichte. "Der Parkplatz ist abgenommen und für den Verkehr freigegeben", erklärte Ortsbürgermeister Thomas Schultze. Zusammen mit den Vorschul- und Hortkindern pflanzte Schultze einen jungen Baum auf die neuen Grünbereiche - einen Holzapfel, den Baum des Jahres 2013 (siehe Kasten).

"Der Standort ist perfekt", befand Schultze. Die Kinder jubilierten mit Liedern und Gedichten. Gemeindearbeiter Achim Leister gab Schützenhilfe beim Eingraben und Wässern des jüngsten Baumes von Irxleben.

Stolze 75000 Euro hat der Parkplatzbau gekostet, 60 Prozent davon hat das Land gefördert. "Es wird wohl etwas günstiger als geplant", schätzte Rüdiger Schmidt, Bauamtsleiter der Gemeinde, ein.

Keine halben Sachen trotz gestiegener Kosten

Teurer als noch 2012 geplant, wird hingegen die Sanierung der Friedhofsmauer gleich nebenan. Um die Mauerseite an der Niederndodeleber Straße war es viel schlimmer bestellt, als befürchtet worden war. Eine Reparatur der sich bedrohlich neigenden Ziegelwand war unmöglich geworden. Ein Neubau musste her. Die einst veranschlagten Kosten von 20000 Euro stiegen um weitere 40000 Euro. Ein Teil davon wird ebenfalls vom Land gefördert. Der Hauptausschuss Hohe Börde hatte die Mehrausgaben im Frühjahr bestätigt. "Wir wollten keine halben Sachen machen, der Neubau war nötig. Und schon jetzt ist zu erkennen, dass sich diese Entscheidung gelohnt hat", betonte Ortsbürgermeister Schultze.

Die täglich wachsende Mauerwand in warmem Rot harmoniert mit den älteren Seitenmauern des Friedhofs. Das stählerne Friedhofstor soll noch aufgearbeitet werden. Sandstrahlen werden dem Gittertor wieder seinen einstigen Glanz verleihen. "Dann haben wir endlich etwas geschafft, was uns seit Jahren auf der Brust gelegen hat. Das ist wirklich ein Grund zur Freude", erklärte ein zufriedener Ortsbürgermeister.

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