Mitglieder des Bauausschusses der Stadt wollen eine Prioritätenliste für die Straßen erarbeiten. In einem schlechten Zustand ist die Verbindungsstraße zwischen der Kathendorfer Straße und der Bahnhofstraße. Im September fällt die Entscheidung, ob und wie die Straße instand gesetzt wird.

Rätzlingen l Um sich ein Bild von den Straßen der Einheitsgemeinde Oebisfelde-Weferlingen zu machen, reisten die Mitglieder des Bauausschusses auch nach Rätzlingen. Ein erheb- licher Sanierungsbedarf besteht nach den Ausführungen von Uwe Dietz, Leiter des Bauamtes der Stadt, am Straßenabschnitt, der zwischen der Kathendorfer Straße und der Bahnhofstraße (Höhe Zahnarztpraxis) liegt. Aus finanziellen Gründen habe der Rätzlinger Ortschaftsrat diese Arbeiten immer zurückgestellt. Die Straße besteht aus verschiedenen Materialien, einigen Platten und vielen Löchern. Es bestehe aber dringend Handlungsbedarf.

"Es gibt hier zwar ein Verkehrsverbot für Lkw, aber die Lastwagen donnern alle hier rum. Weil die Lkw-Fahrer den Löchern ausweichen, fahren sie die Gehwege kaputt", sagte Karsten Schulz (UWG), Mitglied im Ortschaftsrat Rätzlingen. Er zeigte auf die größten Schäden und schilderte zwei Möglichkeiten: "Entweder flicken wir die Straße nur, verengen sie auf eine Breite von zwei Meter und machen die Fahrbahn so nur für Pkw passierbar. Oder wir fräsen die alte Fahrbahn aus und machen eine neue Decke drauf."

Eine andere Variante wäre es, auf den bestehenden Platten eine Deckschicht drauf zu setzen. Der Bauamtsleiter schlug vor, eine Tränkdecke aufzutragen. Diese Decke sei eine etwa zwei Zentimeter dicke bituminierte, verschleißfeste Fahrbahn. "Aber ob das hält?", fragte Bernd Schuster (SPD), Mitglied im Stadtrat und im Bauausschuss, skeptisch.

"Die Idee, die Straße zu verengen und damit zu entlasten, finde ich nicht schlecht", sagte Silke Wolf (Die Linke), Bürgermeisterin der Stadt Oebisfelde-Weferlingen und Vorsitzende des Bau- und Vergabeausschusses.

"Bei einer Gemeindestraße können wir das mit der Verengung machen", sagte Dietz. Blumeninseln oder -kästen könnten den Lkw-Verkehr hindern, die Straße zu passieren. "Dann kann es geschehen, dass die Lastwagen wieder mit einem Rad garantiert über die Gehwege fahren", gab Edwin Wietig (UWG), Mitglied im Rätzlinger Ortschaftsrat und im Bauausschuss, zu bedenken. "Wir können die Varianten untersuchen, die Kosten vergleichen und auch die Nachhaltigkeit prüfen", sagte Dietz.

In den nächsten Monaten wollen die Ausschussmitglieder noch andere Orte abfahren, um dort Straßen zu beurteilen. "Im September schauen wir, wo die Brennpunkte sind und welche Maßnahmen wir in den kommenden Haushaltsjahren aufnehmen und auch noch finanzieren können", blickte der Bauamtsleiter voraus.