Schönhausen (asr) l Im Juni 2012 Grundsteinlegung, im September Richtfest und nun Einweihung der Fahrzeugpflegestation. Das sind die Eckdaten zum neuen Service-Angebot der Elbe-Havel-Werkstätten gGmbH im Schönhauser Gewerbegebiet. Am vergangenen Freitag waren viele Gäste erschienen, um den Geschäftsführer Frank Latuske, Werkstattleiterin Claudia Heuser und die betreuten Mitarbeiter zu diesem neuen Bereich der Behindertenwerkstatt zu beglückwünschen. Es sei ein historischer Tag für die gGmbH. Denn wieder einmal sei das Anliegen, Menschen mit Behinderung Teilhabe am Leben zu gewährleisten, umgesetzt worden. Zwölf neue Arbeitsplätze sind entstanden. Vor allem den Dienstleistungssektor will die Werkstatt ausbauen. Es gibt bereits die Druckerei, die Wäscherei und die Aktenvernichtung, "mit der Fahrzeugpflege setzen wir dieses Ansinnen konsequent fort". Frank Latuske erinnerte an die vorherige Werkstattleiterin Eveline Lemme, die in die Planung viel Mühe investierte, und dankte "allen Begleitern, die uns bei der Umsetzung des Vorhabens geholfen haben".

Zuverlässige Partner bei der 780000-Euro-Investition

Er nannte die Gesellschafter, den Landkreis, die Sozialagentur und die Bundesagentur für Arbeit, den Planer und vor allem auch die örtlichen Baufirmen als zuverlässige Partner. Die 780000 Euro Investitionssumme sei ohne großartige Fördermittel von der gGmbH allein aufgebracht worden. Die Mitarbeiter haben sich in den wenigen Wochen, in denen die Autos bereits aufbereitet werden, sehr gut eingearbeitet.

Landrat Carsten Wulfänger sagte, dass er auf dem täglichen Weg von Sandau zur Arbeit ins Stendaler Landratsamt die Baufortschritte gut verfolgen konnte. "Der DRK-Kreisverband hat auch bei diesem Projekt wieder einmal sehr sinnvoll agiert und eine Investition in die Zukunft sehr sinnvoll umgesetzt."

Diese Entwicklung will die Geschäftsführung fortsetzen. Kaum ist der eine Bau in Schönhausen abgeschlossen, geht es schon bald mit dem nächsten weiter: Der Tierpark in Zabakuck, einer von fünf Standorten der gGmbH, wird umgebaut und modernisiert, um die Bedingungen für die Tiere und die betreuten Mitarbeiter zu verbessern und den Besuch attraktiver zu machen.

Noch stärkere Bindung an die Bevölkerung gewünscht

Frank Latuske erklärte, dass das Bild im Schönhauser Gewerbegebiet mit der neuen Halle, für die der Architekt wieder eine sehr gute Lösung gefunden habe, weiter komplettiert werde. Noch mehr als bisher will die Werkstatt den Weg in die Gemeinde gehen und an die Öffentlichkeit treten. Mit dem gut besuchten Oster- und Weihnachtsmarkt sei ein Anfang gemacht, "dieses Jahr planen wir zusätzlich ein Sommerfest".

Nachdem die Gäste ihre Blumen überreicht hatten, sahen sie sich die Fahrzeugpflegestation an, ließen sich Geräte vorführen und die kulinarischen Angebote der Gastgeber schmecken.

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