Das Havelberger Bürgermeister-Entenrennen geht in seine zehnte Runde. Am Sonnabend, dem 31. August, fällt um 10 Uhr an der Havelberger Avus der Startschuss zu der Spaßveranstaltung.

Havelberg l Den kleinen gelben Plasteenten, die auf der Havel wieder einmal um die Wette schwimmen werden, dürfte es völlig egal sein, welcher Ortsname auf ihnen aufgemalt ist. Denn letztlich können sie nicht aus eigener Kraft den Rennverlauf beeinflussen. Am Ende bleibt es dem Zufall überlassen, wer ganz vorn und wer ganz hinten landet oder wer in Richtung Land getrieben wird und gar nicht erst ins Ziel kommt. "Derzeit sind es 65 Orte, die sich mit insgesamt 73 Rennenten für den Gaudiwettbewerb in Havelberg angemeldet haben", freut sich Hans-Joachim Frey, der Sprecher des Vereins "Blaue Herzen für Kinderfreundlichkeit", der die Veranstaltung vor zehn Jahren aus der Taufe gehoben hat. Mit dem Zweck, die Einnahmen für kinderfreundliche Projekte zur Verfügung zu stellen.

Fast alle Orte aus dem Altkreis machen mit

Auch in diesem Jahr soll das wieder der Fall sein. "Der gesamte Erlös soll dieses Mal aber in der Region bleiben", sagt Frey, "und zwar dort, wo die Flut großen Schaden angerichtet hat". Auch einige Kinder- und Jugendeinrichtungen, besonders in Kamern, seien von der Katastrophe betroffen.

Besonders freue es ihn, dass auch fast alle Orte aus dem Altkreis Havelberg wieder beim Bürgermeister-Entenrennen vertreten sind. "Selbst, die, die das Deichbruchwasser am schlimmsten getroffen hat", informiert er. So habe zum Beispiel der Wust-Fischbecker Bürgermeister Bodo Ladwig eine Rennente erworben, der Kamernsche Bürgermeister Klaus Beck schickt zwei Enten für seine Gemeinde an den Start und hat zusätzlich noch eine dritte gekauft. Aber auch Schönhausen und Klietz sind mit von der Partie.

Und natürlich wird auch der Gastgeber Havelberg nicht fehlen. Auch wenn Bürgermeister Bernd Poloski mit seinem gelben Plastetierchen in den letzten Jahren absolut kein Glück hatte. Denn die Domstadt schwamm da immer nur ganz weit hinten im Teilnehmerfeld mit. Und die Pechsträhne scheint anzuhalten. "Denn auch bei der Generalprobe am vergangenen Wochenende beim Wildwasser-Entenrennen auf der Bode in Thale, bei der bereits alle für die Veranstaltung in Havelberg gemeldeten Orte an den Start gingen, hat es wieder nicht geklappt", berichtete Hans-Joachim Frey. Havelberg erreichte in Thale nämlich nicht einmal das Ziel, stand mit diesem schlechten Abschneiden jedoch nicht alleine da. Denn nur 26 der 74 gestarteten Rennenten gelangten in die Wertung. Alle anderen wurden in verkehrte Richtungen abgetrieben und schieden aus.

Über den Sieg im Harz konnte sich die Gemeinde Schierke freuen, für die der Brockenwirt traditionell die Ente erstanden hatte. Damit fand der Siegeszug der Schierker seine Fortsetzung. Denn auch schon beim Bürgermeister-Entenrennen 2012 in Havelberg waren sie als Erstplatzierte aus dem Wasser gefischt worden.

Man darf also gespannt darauf sein, ob die Orte aus der Havelberger Region in diesem Jahr ihren Heimvorteil nutzen und auch einmal für einen Erfolg sorgen können. Der Sieger kann sich übrigens über eine Kinderparty freuen, die der Blaue-Herzen-Verein dann in dem Ort veranstaltet.

Coupons sind bald erhältlich

Nach dem Bürgermeister-Wettstreit folgt wieder das Entenrennen für Jedermann. Die Coupons dafür sollen in den nächsten Tagen in vielen Geschäften der Stadt erhältlich sein.