Vor einem Umwälzungsprozess steht erneut die Fricopan GmbH in Immekath. Darüber informierte die Unternehmensführung den Kreis-Wirtschaftsausschuss bei einem Rundgang über das Betriebsgelände.

Immekath l Beeindruckende Zahlen präsentierte Dirk Kunze, Betriebsleiter bei Fricopan in Immekath, dem kreislichen Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und ländliche Entwicklung am Dienstagabend. Verwaltungsmitarbeiter und Mitglieder des Gremiums hatten sich zu einer Betriebsbesichtigung mit anschließender Sitzung angesagt.

Dirk Kunze erinnerte zunächst an die Geschichte des 1992 gegründeten Herstellers von Tiefkühlbackwaren. Seitdem machte das Werk Höhen und Tiefen durch. 2000 kam das Werk 2 mit den entsprechenden Lagerkapazitäten hinzu, fünf Jahre später das dritte Werk. 2006 übernahm die Schweizer Hiestand AG die Immekather Firma aus privater Hand. Inzwischen gehört das Unternehmen zur Aryzta AG mit Sitz in Zürich, die aus der Fusion der Hiestand Holding und der irischen IAWS Gruppe hervorging. Seit 2007 sind neue Anlagen für die Produktion von Brötchen und Baguettes sowie eine Sauerteiganlage installiert worden. Hergestellt werden derzeit unter anderem alle erdenklichen Brötchen, verschiedene Blätterteigbackwaren - süß oder deftig - und gefüllte oder ungefüllte Baguettes. "1400 Paletten mit gekühlten und tiefgekühlten Produkten verlassen das Werk täglich", berichtete Dirk Kunze. "Das sind 85 Millionen Stück Backwaren im Monat oder 85000 Tonnen pro Jahr."

Laut Geschäftsführer Sebastian Gooding will sich das Immekather Unternehmen jedoch noch stärker engagieren. Er selbst erarbeitet ein Führungskonzept für Deutschland. Das Wissen der Mitarbeiter, ihre Fähigkeiten sowie die vorhanden Möglichkeiten sollen gebündelt und besser genutzt werden.

Für den Standort Immekath bedeutet das zum Beispiel, die Verpackungsanlage im Werk 2 wird umgebaut. "Anderswo werden Arbeitsprozesse vereinfacht", erläuterte Sebastian Gooding. Das meiste wird sich für die Mitarbeiter ändern. In den nächsten Monaten soll es mehr Schulungen für die Mitarbeiter geben als in den vergangenen fünf, sechs Jahren. Sie sollen damit gestärkt werden. "Am Ende des Prozesses wollen wir besser fahren, nicht schneller", nannte Gooding das Ziel. Er will übrigens in diesem Jahr mit der Belegschaft wieder ein Sommerfest feiern, denn, so sagt er: "Es gibt immer was zu feiern."