Klötze l Während der ersten Versammlung 2013 des Imkervereins Klötze und Umgebung wartete Vorsitzender Wolfgang Paul am Donnerstag mit zwei guten Nachrichten auf. "Nach der lang anhaltenden Kälte haben wir uns auf die ersten Frühlingstage gefreut", erklärte Paul. "Erfreulich ist, dass die Verluste bei den Völkern nicht so hoch ausgefallen sind wie befürchtet und die Natur jetzt Futter für die Bienen bietet. Leider ist der Raps noch nicht so weit."

Sein Rückblick auf das vergangene Jahr fiel positiv aus. So haben die 28 Imker des Vereins einen Ertrag von 25 bis 27 Kilogramm Honig je Volk im Durchschnitt erzielt. "Das ist ein gutes Ergebnis", erklärte Paul.

Erfreulich sei auch, dass kein Vandalismus an den Bienenstöcken zu verzeichnen war und keine Seuchen auftraten. Imker des Vereins nahmen an Weiterbildungsveranstaltungen zur Bienengesundheit teil, und Uwe Przybilla, stellvertretender Vereinsvorsitzender, sowie André Baumgarten besuchten Lehrgänge zum Erwerb der Qualifikation als Bienensachverständiger. "Es ist besser, eigene Sachverständige im Verein zu haben, als bei Fragen oder Problemen auf Auswärtige zurückgreifen zu müssen", sagte Wolfgang Paul.

Ausstellung weckte Interesse bei Bürgern

"Erfolgreich war auch die Ausstellung über die Imkerei im Januar im Foyer der Sparkasse in Klötze. Dabei haben wir nicht nur über unsere Arbeit berichtet, sondern auch das Interesse von Bürgern an der Imkerei geweckt. In dem Zusammenhang danke ich nochmals Uwe Przybilla für sein Engagement bei der Ausstellung und einem darauf folgenden Schnupperkurs, zu dem sich einige Bürger gemeldet hatten", freut sich der Vereinsvorsitzende. Inzwischen läuft unter der Leitung von Uwe Przybilla ein Lehrgang für sieben Neuimker.

Als erste Maßnahme im neuen Jahr vollzogen die Mitglieder des Vereins die Aufnahme von fünf Neuimkern als Mitglieder in den Verein. Judith Janzen aus Mellin und René Garz aus Gardelegen nahmen an dem Abend ihre Mitgliedsurkunden von Wolfgang Paul entgegen.

Ilse Ritzmann aus Mellin, Susanne Altemeyer und Katharina Lütkemüller (beide aus Tylsen) waren beruflich verhindert, an der Versammlung teilzunehmen. Sie bekommen ihre Urkunden später nachgereicht, versicherte Wolfgang Paul. Auch werden die Neu- imker jeweils eine Beute (Bienenwohnung) für ihren Neustart als Fördermittel des Landes bekommen.

Stöcke werden einen Tag für Besucher geöffnet

Für dieses Jahr hat sich der Verein wieder vorgenommen, bei einigen Vereinsmitgliedern fünf Imkertreffs zu veranstalten. Diese Treffs sind zwanglose Zusammenkünfte mit Erfahrungsaustausch und der Besichtigung der Völker bei dem jeweiligen Imker.

Neu ist, wie Uwe Przybilla erklärte, ein Tag des offenen Bienenstandes am 22 Juni. Nähere Informationen werden noch folgen. Zum Abschluss der Zusammenkunft sprach Uwe Przybilla noch über das Thema Bienenseuchen.