550200 Euro investiert die Gemeinde Jübar in diesem Jahr im Vermögenshaushalt. Trotzdem brauchen nur 164800 Euro zum Ausgleich der Rücklage entnommen werden, da alle Maßnahmen mit Fördermitteln untersetzt sind.

Jübar l Investieren nicht auf Pump, sondern nur bei Gewährung von Fördermitteln, das ist seit vielen Jahren die Devise von Jübars Bürgermeister Carsten Borchert und seinen Räten. Und auch der Haushalt für 2013, den die Gemeindevertreter am Montagabend bei einer Gegenstimme von Arnd-Henning Jordan verabschiedeten, trägt diese Handschrift. "Wir haben gut gewirtschaftet, sind voll handlungsfähig und nehmen nicht wie andere Kredite auf, um Baumaßnahmen zu finanzieren", zog der Ortschef denn auch ein positives Fazit des Zahlenwerkes.

Während im Verwaltungshaushalt mit einem Volumen von 1535400 Euro ein Plus unter dem Strich steht, müssen zum Ausgleich des Vermögensetats 164800 Euro der Rücklage entnommen werden. Doch das ist angesichts eines Investitionsvolumens von 550200 Euro relativ wenig. Größtes Vorhaben ist der Bau der Eisstockbahn und die Sanierung des Gebäudes auf dem Hanumer Sportplatz. Hierfür sind 230000 Euro veranschlagt, wobei 150000 Euro aus Fördermitteln in die Gemeindekasse zurückfließen sollen. Aussicht auf Förderung gibt es auch beim geplanten Abriss eines Wohnblocks in Bornsen und der anschließenden Neugestaltung des Geländes. 150000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen, 94500 Euro könnten an Fördermitteln kommen.

Für die Ausstattung der Jübarer Sporthalle sind 3000 Euro eingeplant. Ein Vorhang für die Bühne des Hanumer Saales schlägt mit 2500 Euro zu Buche. 60000 Euro stehen für die Dachsanierung an der Jübarer Gemeindescheune bereit. Auch hierfür hofft die Gemeinde auf Fördermittel.

Restarbeiten beim Straßenbau im Ortsteil Nettgau belasten den aktuellen Haushalt nicht, da hierfür noch 50000 Euro aus dem Etat 2012 vorhanden sind. Für die Maßnahmen an vier Bushaltestellen in der Gemeinde, die in diesem Jahr fortgesetzt werden, müssen noch einmal knapp 4000 Euro berappt werden. Die Förderung aus dem ÖPNV-Programm in Höhe von 15500 Euro ist inzwischen eingegangen, informierte Kämmerin Dorlis Reimann.

Kassenreste aus dem vergangenen Jahr in Höhe von 12000 Euro nimmt die Gemeinde auch beim Radwegbau zwischen Diesdorf und Drebenstedt in die Hand. "Die Arbeiten haben bereits begonnen", erläuterte die Kämmerin. Weitere 50000 Euro stehen für das Bodenordnungsverfahren in Jübar bereit.

In Lüdelsen sollen der Giebel der Trauerhalle saniert und die Fenster in Ordnung gebracht werden. 5000 Euro sind dafür vorgesehen. Zudem bewilligte der Gemeinderat 2000 Euro für Material, mit dem die Lüdelsener Jugendlichen ihr Domizil verbessern wollen. "Die Arbeiten führen sie selbst aus", informierte Carsten Borchert. Weitere 1000 Euro will die Gemeinde für eine transportable Musikanlage ausgeben, die für Veranstaltungen in allen Dorfgemeinschaftshäusern sowie im Freien gedacht ist.