Bei Püggen wird derzeit nach Erdgas gebohrt. Die Anlage zieht Blicke auf sich, lässt aber auch Fragen aufkommen.

Püggen l Warum steht bei Püggen ein Bohrturm? Was haben die vielen Container dort zu suchen? Mehrere Leser fragten bei der Volksstimme an, ob sie sich des Themas annehmen könnte. Die Befürchtung, dass trotz versprochenen Nichtanwendens von Fracking jetzt doch diese Technologie angewendet wird, macht die Runde. Die Salzwedeler Volksstimme wandte sich mit den Befürchtungen an Jan Weinreich, Pressesprecher der GDF SUEZ E P Deutschland GmbH in Lingen. Dieser antwortete per Mail: "Zu Ihrer Anfrage bezüglich der Arbeiten im Altmark-Erdgasfeld möchte ich Ihnen mitteilen, dass die GDF SUEZ E P Deutschland GmbH derzeit an der Bohrung Püggen 1 Maßnahmen vornimmt, um die dort im tiefen Untergrund lagernden Erdgasreserven besser zu erschließen. Dabei wird der Bohrmeißel in einer Tiefe von etwa 3300 Metern aus dem vorhandenen Bohrkanal der 1973 fertiggestellten Bohrung abgelenkt und dann als so genannter Sidetrack zielgerichtet in das Reservoir geführt, das in einer Tiefe von rund 3500 Metern liegt."

Die Bohrarbeiten, die nach dem Herrichten des Platzes und anderen vorbereitenden Maßnahmen Mitte April mit einer Anlage der in Salzwedel ansässigen Erdöl-Erdgas-Work-over GmbH begannen hätten, würden voraussichtlich Ende Mai abgeschlossen sein.

Neben dieser Ablenkbohrung realisiere die Firma Wartungsarbeiten auch an anderen Bohrungen des Erdgasfeldes Altmark, teilte Jan Weinreich mit. Mit diesen Investitionen solle die Zukunft der Erdgasproduktion in der Altmark gesichert werden. "Maßnahmen zur hydraulischen Stimulation finden nicht statt", betonte er.