Zur Weihnachtszeit schmücken viele Leute ihre Häuser mit Lichtern und ausgefallener Dekoration. In dieser Woche stellen wir Grundstücke mit besonders prächtigem Weihnachtsschmuck vor. Heute von Familie Tripp aus Wulferstedt.

Wulferstedt l 200 Euro Mehrkosten an Strom hat Familie Tripp im vergangenen Winter für ihren leuchtenden Weihnachtsschmuck ausgegeben. Aber das ist es der vierköpfigen Familie jedes Jahr aufs Neue wert. "Die Weihnachtszeit ist für mich schon als Kind immer etwas Besonderes gewesen", erzählt Jürgen Tripp. Seit zwölf Jahren investiert Familie Tripp zu Weihnachten viel Zeit und Geld, um ihr Haus festlich herauszuputzen.

Weil der Familienvater nun aus beruflichen Gründen unter der Woche in Halle/Saale zu tun hat, ist die Weihnachtsdekoration in diesem Jahr zwar etwas schlichter ausgefallen als in den Jahren zuvor - ein Blickfang sind Haus und Vorgarten der Tripps aber immer noch. Unter anderem "fährt" eine leuchtende Eisenbahn über den Rasen, daneben wippen Wichtel, und ein Weihnachtsmann "klettert" eine Leiter an der Hauswand hinauf.

"Pünktlich zum ersten Advent ist alles in Gange", erzählt Jürgen Tripp. "Bis kurz vor Silvester bleibt es stehen". Auch Ehefrau Marion packt beim Aufbau des Weihnachtsschmuckes mit an. "Einen Tag brauchen wir, um alles vorzubereiten und zu prüfen, ob alles funktioniert, oder etwas kaputt ist. Und einen vollen Tag von morgens bis abends brauchen wir, um alles aufzubauen", so Tripp weiter.

Seine 14-jährige Tochter Jessica und der 22-jährige Sohn Marcel waren vor allem als Kinder von der kreativen Dekorationslust ihres Vaters begeistert. "Als sie noch klein waren, haben sie sich so darüber gefreut", erinnert sich Jürgen Tripp. Heute freut sich der Wulferstedter, wenn die Kinder aus dem Ort an seinem Haus stehenbleiben und staunen. "Es halten auch Autos an, fotografieren und gucken", fügt er hinzu.

Dass Familie Tripp Haus und Vorgarten so prächtig dekorieren, hat auch schon außerhalb von Wulferstedt die Runde gemacht. "Dreimal war das Fernsehen schon hier", sagt Jürgen Tripp stolz.

So manchen Vorbeigehenden beeindruckten die Leuchtfiguren anscheinend so sehr, dass sie es nicht beim Gucken belassen haben. "Vor drei, vier Jahren wurde auch schon einmal etwas geklaut. Seitdem haben wir eine Überwachungskamera installiert", erklärt Jürgen Tripp.

Weihnachtsmänner, Eisenbahn, Wichtel und Co., die sich auf dem Grundstück von Familie Tripp in Wulferstedt tummeln, leuchten bis Jahresende jeweils morgens zwischen 6 und 7 Uhr sowie am Abend von 16.30 bis 21.30 Uhr.

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