Auch im Jahr 2012 erwirtschaftete die Hansestadt Seehausen wieder Spitzen-Einnahmen aus dem Stadtwald. Forstamtsleiterin Katja Döge legte vor wenigen Tagen gegenüber dem Stadtrat den Bewirtschaftungsbericht ab.

Seehausen l Der 861 Hektar große Stadtwald ist die größte und stetigste Einnahmequelle für die Hansestadt Seehausen. Das vergangene Jahr war mit einem Gesamterlös von 220810 Euro und einem erzielten Gewinn von 181241 Euro ein besonders ertragreiches.

Erlös aus Holzverkauf betrug 214000 Euro

In den letzten zehn Jahren lag das Ergebnis nur 2008 noch ein kleines Stück höher. Wie Döge ausführte, machte der Holzverkauf den Löwenanteil der Einnahmen aus. Der Erlös lag bei rund 214000 Euro. Weitere kleinere Einnahmequellen stammen aus der Jagd und dem Brennholzverkauf. "2012 wurden erstmals auch Holzhackschnitzel vermarktet. Dafür fanden Holzreste aus Schneebruchschäden Verwendung, für die es keine anderen Vermarktungsmöglichkeiten gegeben hätte. Diese Form der Holzvermarktung für den energetischen Bereich wird sicher künftig eine zunehmende Rolle spielen", erwartet Döge. Die Forstamtschefin erläuterte auch, warum die Einnahmesituation aus dem Holzverkauf so anhaltend gut ist. "Seit einigen Jahren haben wir einen ausgesprochen guten Industrieholz-preis am Markt. Er liegt gerade in unserer Region besonders hoch, was auch dem Zellstoffwerk Arneburg zu verdanken ist. Eine Preissteigerung gab es in den vergangenen Jahren auch beim Sägeholz."

90 Prozent der Erlöse aus Kiefernholz

90 Prozent der Einnahmen wurden 2012 aus dem Verkauf von Kiefernholz erzielt - der mit Abstand häufigsten Baumart auch im Seehäuser Wald. Anhaltend hoch sei die Nachfrage nach heimischer Eiche; weiter steigend zudem der Bedarf an Brennholz.

"Bei allem hat die Nachhaltigkeit oberste Priorität. Im Jahr 2012 lag die Aufforstungsrate im Vergleich zum Holzeinschlag zu niedrig. Dafür wird in diesem Jahr umso mehr getan. Es gibt einen attraktiven Fördersatz für Aufforstungsmaßnahmen, die gut in den Seehäuser Stadtwald passen. Wie die Forstingenieurin hinzufügte, gelten ab 2015 neue Förderrichtlinien, in denen unter anderem Konzepte der naturnahen Waldbewirtschaftung in den Fokus rücken, aber auch Maßnahmen der forstwirtschaftlichen Infrastruktur.

Neben dem guten Markt für Holz war 2012 aber auch aus anderen Gründen ein gutes Jahr für den Seehäuser Stadtforst: Döge: "Es war ein Jahr ohne Massenvermehrung von Kiefernfraßschädlingen, ohne Waldbrand und ohne Sturmschäden und Schneebruch.Grundsätzlich jedoch, wird der Waldschutz zu einer immer größeren Herausforderung. Im Bereich Seehausen haben wir in den letzten Jahren diesbezüglich Glück gehabt."