Werben l In genau zwei Wochen startet das neue Schuljahr. Für die Mädchen und Jungen der Werbener Grundschule wird es ein ganz besonderes: Mit dem dann fertiggestellten Kellergeschoss verbessern sich die Bedingungen für die Schülerschar grundlegend.

Nicht nur der alte bisher im Nebengebäude gelegene Speiseraum gehört dann der Vergangenheit an. Auch die Sanitäranlagen, für deren Nutzung der Nachwuchs den Gang über den Schulhof antreten musste, sind neu. Mit dem Ausbau des Untergeschosses befinden sich der Speisesaal und auch die Toiletten unter einem Dach. Die Arbeiten sind bereits fortgeschritten. Und dass die Erst- bis Viertklässler pünktlich zum neuen Schuljahresbeginn die in der untersten Etage befindlichen Räume einweihen können und somit die Firmen ihre Aufgaben erledigt haben, daran zweifelt Werbens Bürgermeister Volkmar Haase keineswegs. "Sie liegen gut in der Zeit." Falls dennoch einige Rest-Arbeiten anstehen sollten, könnten diese nach dem Unterricht unproblematisch über die Bühne gehen.

Bisherige Investition: 580 000 Euro

Nachdem Teil eins der umfangreichen Renovierungskur im Vorjahr abgeschlossen wurde und dies moderne Klassenräume im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes und einen zweiten Fluchtrettungsweg zur Folge hatte, widmeten sich die Hansestadt und die Verbandsgemeinde als Träger der Einrichtung dem zweiten Part der Sanierung. Der Keller wurde auf Vordermann gebracht. In diesem befanden sich ungenutzte Kapazitäten; unter anderem zu früheren Zeiten von den Sportlern benötigte Duschräume. Der Bereich hat sich gewandelt: Neben der Essensausgabe mit dem neuen Speiseraum und dem Sanitärkomplex wurden die Räume für den Hausmeister und für den Werkunterricht ebenfalls modernisert. Im Finale der Arbeiten übernahmen die Maler und die Fliesenleger dort das Kommando.

Was passiert mit dem kleinen Sanitärgebäude auf dem Schulhof? Für den Bürgermeister kommt ein Abriss nicht in Frage. Vielmehr sollten sich die Verantwortlichen Gedanken machen, was mit ihm künftig geschehen könnte. "Vielleicht könnten dort Schulgartengeräte gelagert werden", nennt Haase, der zum Oktober seinen Rücktritt als Stadtoberhaupt angekündigt hat, ein Beispiel.

Ein Großteil der aufwendigen Sanierungsmaßnahmen sind abgeschlossen. Im kommenden Jahr erhält dann in der letzten Etappe das Obergeschoss der Werbener Grundschule ein neues Antlitz.

Die kräftige Investition kommt der Schülerschar zugute. Mit der neuen Schulentwicklungsplanung ist es jedoch unsicher, ob die Einrichtung als Schule weiter existieren wird. Die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck stellt sich der großen Herausforderung, zukünftige Strukturen durch nur zwei oder drei Grundschulen oder gar einem Neubau zu schaffen. Somit werden einige der sieben geschlossen. "Wir erkennen das Konzept an und wissen, das an bestimmten Zahlen kein Weg vorbei führt", sagt Haase, der betont: "Wir werden eine Grundschule präsentieren, die als eine mögliche in Frage kommen könnte."

Bisher wurden insgesamt 580000 Euro in die beiden Sanierungsabschnitte der Werbener Grundschule investiert. Großzügige Unterstützung gab es aus dem Fördertopf Städtebaulicher Denkmalschutz.

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