Von ihrem Besuch gestern auf der Baustelle der neuen Gardeleger Sekundarschule haben die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses eine positive Botschaft mitgenommen: Der Einzug zum neuen Schuljahr kann nach jetzigem Stand wie geplant erfolgen.

Gardelegen l Mit einer Gesamtinvestition von rund neun Millionen Euro ist der Neubau der Gardeleger Sekundarschule derzeit die größte Baumaßnahme des Altmarkkreises Salzwedel. Grund genug für den Bauausschuss, sich einmal vor Ort über den Stand der Arbeiten zu informieren. Das taten sie gestern Nachmittag, die Informationen gab es von Bauleiter Thomas Hieber, Kreis-Bauamtsleiter Klaus-Dieter Wolff und Cornelia Steinecke, Sachgebietsleiterin Hochbau.

Die wohl wichtigste Frage für alle war die, ob der Zeitplan eingehalten werden kann. Die gute Nachricht von Cornelia Steinecke: Derzeit ist es realistisch, Mitte August die baufertige Schule zu übergeben, damit rechtzeitig zum Schuljahresbeginn umgezogen werden kann. Für den Umzug von der jetzigen Karl-Marx-Sekundarschule in die neue Karl-Marx-Schule - die Gesamtkonferenz hatte sich für die Beibehaltung des Namens ausgesprochen - soll ein Umzugsunternehmen eingebunden werden. Wenn die neue Schule bezogen ist, wird mit dem Abriss der direkt daneben stehenden alten Schule begonnen, um einen ansprechenden Schulhof anlegen zu können. Das soll dann bis zum Jahresende erfolgen.

Zeitplan für das Millionenprojekt in Gardelegen von Beginn an sehr eng

Der Zeitplan für den Neubau, in den der Landkreis knapp vier Millionen Euro investiert und der mit fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Strukturfonds gefördert wird, sei schon von Beginn an "sehr eng gewesen", informierte Cornelia Steinecke die Mitglieder des Ausschusses. Und dann kamen in den vergangenen Wochen zwei Probleme hinzu: Der Estrich wird vor Ort gefertigt, doch das war wegen des langen Winters mehrere Wochen lang nicht möglich. Zudem wurden die Türen verspätet geliefert - einige werden erst Ende dieser Woche erwartet -, wodurch einige Gewerke warten mussten.

Bei ihrem Rundgang bekamen die Ausschussmitglieder aber einen guten Eindruck darüber, wie es später einmal aussehen wird. In der obersten Etage ist schon ein Musterraum fertig mit Lampen und Wandfarbe. Die wird weiß sein, für einen Kontrast soll aber der grüne Fußboden sorgen.

Auch das Atrium als Herzstück des kubusförmigen Gebäudes ist schon recht gut zu erkennen, ebenso die Fachkabinette, die Klassenräume, der Eingangsbereich sowie die Loggien. Mit der Grundsteinlegung heute vor einem Jahr war der Bau offiziell gestartet worden.

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