Eine Bücherkiste gibt den Groß Börneckern Rätsel auf. Bei Recherchen waren Wolfgang Hoffman und Regina Fischer vom Büro der Vereine auf Pläne für eine solche Kiste gestoßen, die Kiste selbst konnte aber bisher nicht gefunden werden.

Groß Börnecke l Auf die Pläne für die geheimnisvolle Bücherkiste waren Wolfgang Hoffmann und Regina Fischer vom Büro der Vereine durch Zufall gestoßen. In alten Kirchenpapieren fanden sich die Pläne für eine Bücherkiste, deren Oberseite mit zwei Engeln und einem Kreuz verziert sein soll.

Der Psalm 13 aus dem ersten Korintherbrief des Neuen Testaments ziert die Kiste: "Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei: Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen." Wolfgang Hoffmann sagt: "Wir haben schon viele Leute hier in Groß Börnecke gefragt, aber keiner konnte sich an eine Bücherkiste in einer der Kirchen erinnern." Dabei ist in den Plänen sogar aufgezeichnet, wie die Kiste in Gotteshaus platziert werden sollte: Direkt unter dem Kreuz im Kirchenschiff sollte sie stehen. "Diese Pläne sind so konkret, dass jemand offensichtlich eine ganze Menge Zeit in diese Kiste investiert hat, und wenn es nur für den Entwurf war", so Hoffmann. Möglicherweise seien die Pläne aus den 1950er Jahren nie verwirklicht worden, so dass es bei der gezeichneten Version blieb. "Aber vielleicht steht die Kiste auch bei jemandem auf dem Dachboden? In der DDR war die Kirche ja nicht unbedingt beliebt beim Staat. Möglicherweise hat auch jemand die Kiste vor der Zerstörung bewahrt und wir müssen sie nur wiederfinden", mutmaßt Wolfgang Hoffmann. Interessant wäre für ihn allemal, ob die Kiste wirklich gebaut worden ist. Wolfgang Hoffmann sagt: "Es wäre ja auch spannend zu sehen, ob die Kiste wirklich so aussieht wie in den Plänen oder ob der Künstler sich beim Bau ein bisschen Schaffensfreiheit erlaubt hat."

Wer Genaueres über die Kiste und ihre Pläne, ihren Bau oder Verbleib weiß, kann sich gern in der Volksstimme-Redaktion unter Telefon (03925)967727 melden.

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