Der Verbandsgemeinderat hat auf seiner Sitzung am Montag die Projekt-Planung für den Um- und Ausbau des Schulzentrums "an der Wasserburg" in Egeln beschlossen.

Egeln. Die Planung für die Erweiterung und Sanierung des Schulzentrums "an der Wasserburg" in Egeln steht. Der Verbandsgemeinderat hat auf seiner Sitzung am Montagabend sein O.k. dazu gegeben. Zuvor stellte das zuständige Planungsbüro aus Magdeburg das Projekt vor. Geschätzte 4,05 Millionen Euro werden Umbau und Sanierung kosten. 3,4 Millionen stammen aus EU-Schulbaufördermitteln. "Wir müssen die Planung noch in diesem Jahr beim Landesverwaltungsamt abgeben, sonst gehen die Fördermittel verloren", machte Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr die Dringlichkeit des Beschlusses deutlich.

Das Projekt ist in drei Abschnitte geteilt. Teil eins umfasst die Sanierung des Bestandsgebäudes. Dieses wurde Ende der 70er Jahre gebaut und Mitte der 90er noch einmal saniert. Wie vom Planungsbüro mitgeteilt wurde, erfüllen die vergangenen Sanierungsmaßnahmen schon lange nicht mehr die gewünschten Effekte. Im Keller soll die gesamte Technik untergebracht werden, im Erdgeschoss wird es eine Neuordnung der Räume geben. Zudem soll ein Aufzug zur barrierefreien Erschließung eingebaut werden. Im Treppenhaus wird es Veränderungen der Geländerhöhen geben.

Natürlich wird auch die Fassade der Schule auf den neuesten Stand gebracht. So soll sie komplett isoliert werden, auch das Dach wird erneuert. Zudem folgt der Anbau von zwei Bindern. Die wiederum führen zum Erweiterungsbau. Dabei handelt es sich um den zweiten Abschnitt des Projektes. Peter Schöler stellte den Gemeinderäten den Anbau vor. "Im Untergeschoss des Erweiterungsbaus, der von beiden Schulformen genutzt wird, entsteht ein dreigeteilter Aulabereich mit beweglichen Trennwänden. Dieser bietet dann Platz für Mensa, Caféteria und Essensausgabe. Weiterhin entsteht ein Bereich für den außerschulischen Unterricht, ein Musikraum für Chor und Orchester und Lehrmittelräume. Der Raum für Chor und Orchester kann zur Bühne umfunktioniert werden", erklärte der Planer. Auch WC-Anlagen sind vorgesehen.

Im Obergeschoss des Anbaus wird es einen Kunstfachraum und Lehrmittelräume geben. Außerdem ist ein Kreativraum für die Grundschule, zwei Werkräume (Papier und Textil kann getrennt von Metall und Holz verarbeitet werden) entstehen, die durch einen Maschinenraum abgetrennt sind. Zudem entsteht Platz für die Bibliothek, die im Moment noch im Keller der Schule untergebracht ist.

"Aufgrund des schlechten Bodens, muss der Erweiterungsbau auf Betonpfäle gebaut werden, die 15 Meter tief in die Erde reichen. Das hat ein Baugrundgutachter ermittelt", so Peter Schöler weiter.

Im Obergeschoss des Anbaus entstehen 560 Quadratmeter und im Erdgeschoss 460 Quadratmeter mehr Fläche.

Beim dritten Bereich des Projektes handelt es sich um die energetische Sanierung der Sporthalle. Dort soll das Dach abgetragen und durch ein Neues ersetzt werden. Auch das Außengelände wird neu gestaltet. Neben Elektrik und Rohrleitungssystem wird die Heizungsanlage der Schule erneuert.

Diskussionen gab es unter den Gemeinderäten um die Größe des Schulhofes. Durch den Erweiterungsbau werde dieser stark verkleinert. Doch wie vom Planungsbüro bekannt gegeben wurde, liege die Fläche des Schulhofes auch nach dem Anbau noch immer weit über der erforderlichen Mindestgröße.