Mit Sand im Getriebe kam der vom neuen Betreiber Stendalbus organisierte Busverkehr im Landkreis Stendal zum Rollen. Vor allem der Schülerverkehr stieß auf heftige Kritik. Im Gegensatz dazu scheint es auf den Stadtbuslinien reibungslos zu funktionieren. Volksstimme-Leser Markus Korbie ist anderer Meinung. Er hält die Linienführung zwischen Stadtsee und Altstadt für überarbeitungswürdig.

Stendal. Seitdem die Busse quasi mit sächsischem Akzent durch die östliche Altmark brummen – Betrieber Stendalbus ist ein Ableger der Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen aus Zwickau –, hagelte es viel Kritik. Doch über die Stadtbusse in Stendal hörte man bisher nur Gutes. Die Borsteler und Wahrburger freuen sich, wieder an regelmäßig bedienten Linien zu liegen, auch der Stendaler Osten ist gut angebunden. Die Führung der übrigen Linien wurde nicht großartig verändert.

Doch so ganz ideal sieht das der Stendaler Markus Korbie nicht. Wer von Stadtsee, immerhin das größte Wohnviertel der Hansestadt, in die Altstadt will, muss nach seinen Erfahrungen viel Zeit einplanen. Dabei bieten ihm die Stadtlinien 901 und 902 zwei Möglichkeiten: entweder den kürzeren Weg über Frommhagenstraße und Hauptbahnhof zum Sperlingsberg oder den längeren über Stadtseebahnhof, Galgenberg und Nord zum selben Ziel.

"Am Bahnhof muss man entweder umsteigen oder der Bus hat Aufenthalt", sagt Markus Korbie. In jedem Fall nehme das 10 bis 17 Minuten in Anspruch. Auf der längeren Strecke wiederum fahre man mit der Kirche ums Dorf, was ebenfalls viel Zeit koste. Sein Fazit: Künftig müsste es eine schnellere Verbindung von Stadtsee in die Innenstadt geben, "schließlich will nicht jeder zum Bahnhof".

Die Mobilitätszentrale von Stendalbus im Hauptbahnhof will das Problem im Unternehmen ansprechen, wie eine Mitarbeiterin gestern der Volksstimme versprach. Vielleicht sei ja mit dem nächsten Fahrplan eine Änderung möglich.