Stendal. Vielen Besuchern des Friedhofs III dürfte es ganz schön stinken. Seit Jahren müssen sie, wenn sie mal müssen, ein wenig einladendes Dixi-Klo in Anspruch nehmen. Damit wird es nun bald ein Ende haben.

Neben dem Eingang des so genannten Neuen Friedhofs, also dem westlich der Bahnlinie gelegenen Teil, laufen gegenwärtig die letzten Arbeiten an der Aufstellung eines massiven Toilettenhäuschen. Dieses wiegt rund 16 Tonnen und wurde kürzlich per Kran aufs Fundament gesetzt. Zusätzlich wurden benötigte Leitungen und Anschlüsse verlegt, sowie eine Sammelgrube ausgehoben.

Wenn der Zugang gepflastert und behindertengerecht hergerichtet ist, wobei auch an die Außenanlage gedacht wird, kann die Toilette demnächst von den Friedhofsbesuchern genutzt werden. Wann das genau sein wird, konnte das Hochbauamt noch nicht genau sagen. Auch die Frage, ob die Benutzung kostenlos sein wird, muss noch beantwortet werden.

Das Häuschen ist, wenn auch in Stendal neu, nicht fabrikfrisch. Aber keine Bange – einsitzen dürfen es die Stendaler, es war lediglich ein Ausstellungsstück, ist aus der Stadtverwaltung zu erfahren.

Die Friedhofstoilettengeschichte ist eine, deren Anfang schon vor längerer Zeit geschrieben wurde – in Form einer Bauvoranfrage im Jahr 2001. Mit dem jetzt installierten Häuschen dürfte sie dann zu einem guten Ende gefunden haben.

Eine Frage, die immer wieder von Friedhofsbesuchern gestellt wird, dürfte damit endgültig abschlägig beantwortet sein : Ob man nicht die beiden vorhandenen Backsteingebäude am Eingang hätte umbauen können. Diese Anregung hätte allerdings ohnehin nicht realisiert werden können, da die beiden Gebäude auf Grund eines Erbbaurechtsvertrages in Privatbesitz sind. Was und ob der Besitzer damit etwas vorhat, lässt sich nicht erschließen, sind sie doch seit Jahren in nahezu unverändert marodem Zustand.