Benzingerode war diesmal Gastgeber der jährlichen Einwohnerversammlung der Stadtverwaltung für die Ortsteile. Aus dem Dorf selbst, Minsleben, Silstedt und Reddeber fanden nur 17 Interessenten den Weg in die Mehrzweckhalle. Oberbürgermeister Peter Gaffert war trotzdem nicht enttäuscht.

Benzingerode. "Das sind wenig Einwohner für vier Orte", stellte Peter Gaffert am Mittwochabend in der Benzingeröder Mehrzweckhalle fest. Dennoch: "Ich freue mich über jeden, der hier ist."

Die 17 Gäste hörten bei der jährlichen Versammlung der Stadtverwaltung wohl nichts, was sie noch nicht wussten. Der Oberbürgermeister würdigte ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit Ortschaftsräten und Bürgermeistern. Gaffert lobte die Benzingeröder, Minslebener, Silstedter und Reddeberaner, weil sie bei sich stets für Ordnung und Sauberkeit sorgen. Ebenso toll nannte der Rathauschef das Engagement der Vereine und der Freiwilligen Feuerwehren. Die Verwaltung mit ihm an der Spitze will sich auch künftig um das Wohl der vier Dörfer kümmern.

Sodann spannte Peter Gaffert den verbalen Bogen zu Schierke. "In der Tat" ist der neue Ortsteil bereits 2010 Schwerpunkt und "ein Stück Solidarität aller" nötig, um dort 20 Jahre Stillstand aufzuholen.

Das war das Stichwort für Karl-Heinz Mänz. Silstedts Ortschef: "Dass ihr für uns da seid, das erwarten wir auch." Und: "Silstedts Ortschaftsrat kann sich nicht beklagen über die Mitarbeiter der Verwaltung. Dafür möchte ich meinen Dank aussprechen." Dennoch mahnte Mänz: "Dass den Schierkern geholfen werden muss, dazu stehen wir." Aber: "Wir müssen vorsichtig an die Dinge herangehen, nicht dass da was gegen den Baum gefahren wird."

Volker Friedrich betonte daraufhin, froh zu sein, "dass wir dort oben solche Mitstreiter haben". Der auch für die Dörfer verantwortliche Ordnungsdezernent zu Benzingerode, Minsleben und Silstedt: "Wir hätten in den drei Ortsteilen noch 2,5 Millionen Euro zu verquetschen, aber dann müsste ich die Bordsteine vergolden."

Reddebers Bürgermeister nahm dies zum Anlass für einen Hinweis. Rainer Oppermann: "Unsere Straßen sind jetzt die ältesten." Deshalb sollten die in den nächsten Jahren zu erwartenden Kosten für die Unterhaltung unbedingt mit einge-plant werden.Übrigens

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