Im Landschulheim Grovesmühle bei Veckenstedt ist gestern der Grundstein für ein neues Schulgebäude gelegt worden. 1,2 Millionen Euro investiert die private Betreibergesellschaft in das Vorhaben.

Veckenstedt l Vielerorts wird über Schulschließungen debattiert - im Gegensatz dazu platzt in Veckenstedt das Landschulheim Grovesmühle aus allen Nähten. Knapp 330 Schüler - von der 5. Klasse bis zur Fachschulreife werden inzwischen dort unterrichtet. "Der Platz reicht schon lange nicht mehr. Deshalb bin ich froh, dass unser Schulträger jetzt investiert und ein neues Haus baut", erklärte Schulleiter Dr. Rolf Warnecke während der gestrigen Grundsteinlegung.

Der Neubau entsteht buchstäblich auf der grünen Wiese, unmittelbar auf der bislang als Bolz- und Parkplatz genutzten Fläche, die sich im Eigentum der Familie Buurman aus Marburg befindet.

Dr. Gert-Ulrich Buurman hatte die Schule Anfang der 1990-er Jahre gegründet und sie auf das heutige Niveau geführt. Unmittelbar zu Beginn der ersten Planungen für den Neubau verstarb Buurman nach langer Krankheit zu Beginn diesen Jahres. Schon vor der Grundsteinlegung entstand in der Grovesmühle der Wunsch, das neue Haus nach Gert-Ulrich Buurman zu benennen - ein Wunsch der auch von der Familie mitgetragen wird. Das Gert-Ulrich-Buurman-Haus, so der spätere Name, soll an Buurman erinnern.

Geritt Buurman, der Sohn des Gründers und jetziger Geschäftsführer der Betreibergesellschaft der privaten Schule, erläuterte zur Grundsteinlegung den Neubau. Entstehen sollen insgesamt vier neue Klassenräume, die von den Schülern der heutigen 6. und 7. Klassen genutzt werden. Die vier Klassen durften an der Grundsteinlegung für ihre neuen Räume teilnehmen. Der Bau werde auf dem neuesten technischen und funktionalen Stand sein, versprach Planer Frank Schaper aus Halberstadt.

Insgesamt 1,2 Millionen Euro wird die Betreibergesellschaft in das neue Haus investieren. Fertig werden soll es möglichst schon im Herbst diesen Jahres, allerspätestens soll zum Jahreswechsel der Umzug abgeschlossen sein. Auf einen konkreten Termin wurde bewusst verzichtet, da in diesen Monaten eher das Wetter als der Fleiß der Bauarbeiter den Fortgang der Arbeiten bestimmt.

Das Einmauern des obligatorischen Zylinders übernahmen Gerrit Buurman, Rolf Warnecke und Planer Frank Schaper. Im Zylinder befinden sich ausschließlich Dokumente aus der Schule. Neben einer Schulchronik waren wegen der geplanten Namensgebung auch ein Foto und eine Erinnerung an das Wirken von Dr. Gert-Ulrich Buurman darunter.

 

Bilder