Die Sanierung der Ilsenburger Kindertagesstätte "Am Eichholz" ist beinahe komplett abgeschlossen. Am Montag wurde mit fast 100 geladenen Gästen Einweihung gefeiert. Der Um- und Ausbau kostete fast 2,3 Millionen Euro. Das mit Abstand meiste Geld wollte eigentlich das Land übernehmen. Doch bis auf die "symbolische" Abschlagzahlung von 327 000 Euro steht der Rest aus Magdeburg immer noch aus.

Ilsenburg. Treffender als mit dem Begriff einer Odyssee ist die Geschichte des Ilsenburger "Kinderlandes" wohl kaum zu umschreiben. So war es ein mehr als steiniger Weg bis zu jenem Moment, als man zu Beginn dieser Woche endlich mit Sekt anstoßen konnte. Dass immer noch ein paar wenige Restarbeiten anstehen, tat der Freude über das "neue" Haus keinerlei Abbruch. Dieses ist mit jenem von vor einem Jahr in keiner Weise vergleichbar. Und zwar weder von außen und erst recht nicht von innen.

Davon konnten sich die ersten Gäste während eines Rundgangs ein Bild machen. Alles in allem hatte die Stadt Ilsenburg dieses ehrgeizige Projekt mit 828 300 Euro gefördert. Und das, ohne dabei auf Geld aus dem Konjunkturpaket II zurückgreifen zu können. "Seinerzeit hatte das die finanzielle Lage der Stadt noch zugelassen", betonte Bürgermeister und Denis Loeffke (CDU). Ausdrücklich dankte er seinem Amtsvorgänger von der SPD, Wilfried Obermüller, der diesen Umbau gegen heftige Widerstände dennoch erfolgreich auf den Weg gebracht hatte.

Hürdenlauf durch dutzende Amtsstuben

Ursprünglich war an der baulich desolaten Einrichtung nur punktuell saniert worden, so die Landesgeschäftsführerin des Paritätischen Landesverbandes Dr. Gabriele Girke. Doch recht bald sollte sich herausstellen, dass man die Situation nur mit einer umfassenden Sanierung nachhaltig verbessern könne. Das war bereits vor über fünf Jahren. Was dann folgte, war offenbar ein Hürdenlauf des Trägers PIN durch dutzende Amtsstuben und ein damit verbundenes übergroßes Durchhaltevermögen. Günstige Umstände sorgten auch dafür, dass das "Kinderland" mit fast 1,5 Millionen Euro auch von der EU gefördert werden konnte. Der Eigenanteil des Trägers PIN beläuft sich auf rund 98 500 Euro. Erst am 9. November letzten Jahres war Baubeginn.

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