Meitzendorf l Wer von Meitzendorf in Richtung Dahlenwarsleben fährt, kennt den Bahnübergang, vor dem Autofahrer besser rechtzeitig abbremsen, wollen sie nicht die Stoßdämpfer ruinieren. Seit 1994 ist Meitzendorf im Gespräch mit der Bahn, dass wenigstens ein ordentlicher Fuß- und Radweg entsteht. Zwar wurde das Andreaskreuz anderthalb Meter nach rechts verschoben, ansonsten passierte siebzehn Jahre lang nichts. Doch nun scheint Bewegung in die Geschichte zu kommen. Die Bahn möchte im kommenden Jahr die alte Schranken- und Signalanlage durch eine Eisenbahnbau- und betriebsordnungsgerechte Sicherungsanlage ersetzen. Sprich: durch eine moderne Schranken- und Signalanlage.

Das wäre die Gelegenheit, den Rad- und Fußweg, der kurz vor den Bahnschienen endet, darüber hinaus zu verlängern. Meitzendorf ist längst keine eigenständige Ortschaft mehr, sondern gehört nun zur Gemeinde Barleben, doch auch in diesem großen Verbund ist ein Topf für den Wegebau da. "Die Gesamtmaßnahme der Bahn kostet 158 000 Euro", sagt Hans Hirche, zuständiger Sachbearbeiter im Tiefbau, "die Gemeinde trägt für den Rad- und Gehweg den Anteil von 28 000 Euro."

Das Geld steht in der Gemeinde bereit, doch sowohl beim Meitzendorfer Ortsoberhaupt Bernhard Niebuhr als auch bei Hans Hirche hält sich der Optimismus in Grenzen. "Dieses Projekt war schon einmal in der Planung der Bahn", so Hirche, "sollte bereits 2008 fertig sein." Nun warten alle Beteiligten erst mal ab.

Beginnt die Bahn jedoch tatsächlich mit dem Neubau der Sicherungsanlage, wird in dem Zug nicht nur der eine Rad- und Fußweg erneuert, auch der Rad und Fußweg über dem Bahnübergang Richtung Jersleben. Der kostet insgesamt 690 000 Euro, die Gemeinde trägt davon 57 000 Euro.