Der Gemeinderat Barleben bestimmte auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr Tag und Zeit für die Bürgermeister-Neuwahl 2011. Er legte den Endtermin für Bewerbungen um die hauptamtliche Bürgermeisterstelle fest.

Barleben. Die Landesregierung hat den 20. März nächsten Jahre als Termin für die Wahl des sechsten Landtages von Sachsen-Anhalt festgelegt. In Barleben soll die Neuwahl des Landesparlamentes zusammen mit der Neuwahl des hauptamtlichen Bürgermeisters der Einheitsgemeinde erfolgen. Die siebenjährige Amtszeit von Franz-Ulrich Keindorff läuft aus. Termin für eine eventuell erforderliche Stichwahl wäre der 3. April in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Das sieht ein entsprechender Beschluss vor, den der Gemeinderat letzten Donnerstag einstimmig fasste. Die hauptamtliche Stelle wird demnächst neu ausgeschrieben. Bewerber können ihre Unterlagen bis 23. Februar, 18 Uhr, einreichen.

Gewählt am 20. März ist derjenige Bewerber, der mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Fällt auf keinen Bewerber mehr als die Hälfte der Stimmen, erfolgt eine Stichwahl. Franz-Ulrich Keindorff ist die erste hauptamtliche Bürgermeister der Einheitsgemeinde Barleben. Mit 65,8 Prozent Stimmenanteil hatte sich der heute 56-jährige FDP-Mann am zweiten Junisonntag 2004 den Stuhl des Oberhauptes der neuen Großgemeinde gesichert. Für seinen Kontrahenten Manfred Behrens (CDU) aus Ebendorf stimmten 1428 der 4177 Wahlberechtigten.

"Dieses Vertrauen kann ich nicht alleine rechtfertigen, dazu brauche ich sie", brachte der Diplomingenieur und Absolvent der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität bei seinem Amtsantritt gegenüber den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung zum Ausdruck. Mit den Worten "Das Haus ist gut bestellt" übereichte ihm Interims-Bürgermeister Jörg Meseberg symbolisch den Schlüssel für das Verwaltungsgebäude Ernst-Thälmann-Straße 22 (Villa Brandt).

In seiner Antrittsrede umriss Keindorff seinen beruflichen Werdegang. Er habe als Sachbearbeiter, Referent und Abteilungsleiter gearbeitet, kenne demzufolge Verwaltungsstrukturen und Hierarchien. Keindorff, der vor seiner Zeit als hauptamtlicher Bürgermeister im Ministerium für Wirtschaft des Landes tätig war, ist von Hause aus "Metaller". Seine ersten Berufsjahre nach dem Studium verbrachte er im Magdeburger Armaturenwerk. "Leistungsorientiertheit, Effektivität und alles immer mit Bürgernähe" formulierte er 2004 seine Grundsätze, die er sich und den Mitarbeitern der Gemeinde abverlangen wollte.