Das Abendmahl war das zentrale Thema der jüngsten Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Haldensleben-Wolmirstedt am Sonnabend in Haldensleben. In der Diskussion gingen die Meinungen teils auseinander. Das verfolgte unter anderem auch der Probst des Probstsprengels Magdeburg-Stendal, Christoph Hackbeil, der die Gelegenheit nutzte, sich persönlich vorzustellen.

Haldensleben / Wolmirstedt. Zwar hatte der Probst Christoph Hackbeil bereits seinen Dienst angetreten, als der Kirchenkreis im vergangenen Jahr seine Synode abhielt, aber eine Krankheit verhinderte seine Vorstellung im November des vergangenen Jahres. Nun holte er dies aber nach. Hackbeil ist 1956 geboren worden und ist in Drübeck mit einer Pfarrerin verheiratet. Einen zweiten Wohnsitz hat er in Stendal, wo seine Dienststelle ist. Zwischendurch ist er regelmäßig im Bereich des Probstsprengels unterwegs und hat so auch schon einiges erlebt. So konnte er beispielsweise bereits das Partnerschaftsprojekt Colbitz-Tansania kennen lernen und auch den Bundeswehrsoldaten in Letzlingen einen Besuch abstatten. "Es ist eine sehr vielfältige Arbeit, auch das Wahrnehmen und Hinhören ist eine wichtige Aufgabe der Pröbste", erklärte Hackbeil und freute sich, dass er in den inhaltlichen Diskurs der Kirchenkreise hineinblicken konnte.

Und das nutzte er auch bei der Kreissynode in Haldensleben, wo unter anderem intensiv über die Handhabe des Abendmahls diskutiert wurde. Schon im Vorfeld hatte Superintendent Uwe Jauch mittels eines Fragebogens eine statistische Erhebung unter den Kirchengemeinden gestartet. Die Ergebnisse ließen erkennen, dass dem Abendmahl doch eine sehr unterschiedliche Bedeutung beigemessen wird. So feiern 69 Gemeinden das Abendmahl zwischen drei und acht Mal im Jahr, zehn Gemeinden bis zu zwei Mal und nur zwei Gemeinden mehr als zwölf Mal. Weitere Fragen beschäftigten sich zum Beispiel damit, ob Wein oder Traubensaft gereicht wird, wer dieses austeilt oder ob Kinder beim Abendmahl anwesend sind.

Weitere Impulse konnte die Arbeitsgruppe "Abendmahl" aus der lebhaften Diskussion der Synodalen mitnehmen, obwohl auch hier die Meinungen auseinandergehen. So wünschten sich die einen, dass man sich an den Händen fasst, andere meinten, dass in das Abendmahl Kinder ebenso einbezogen werden sollten wie Demenzkranke. Auch dass es immer Traubensaft geben sollte, oder das andere Gesinnungen mit integriert werden sollten, wurde geäußert. Im Gegensatz dazu gab es aber auch die Meinung, dass das Abendmahl etwas Besonderes sein sollte, in das nur Personen, die bereits die Konfirmation gefeiert hatten, einbezogen werden sollten. Die Arbeitsgruppe wird sich mit dem Thema weiter befassen.

In den weiteren Tagesordnungspunkten ging es unter anderem auch um die Finanzen. Denn nachdem die Thüringer Landeskirche und die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen zur Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) zusammengeschlossen wurden, muss bis Ende 2011 das Finanzgesetz neu geregelt werden. Außerdem fassten die Synodalen einen Beschluss zur Stellenplanung, um die Zahl der Stellen in den verschiedenen Arbeitsbereichen besser aufeinander abstimmen zu können. Der Haushaltsplan für das Jahr 2011 mit zahlreichen Positionen stand ebenso zur Diskussion.