Groß Ammensleben. Die Landesregierung hat im Frühjahr den 20. März 2011 als Termin für die Wahl des sechsten Landtages von Sachsen-Anhalt festgelegt. In der Niederen Börde soll die Neuwahl des Landesparlamentes zusammen mit der Neuwahl des hauptamtlichen Bürgermeisters der Einheitsgemeinde erfolgen. Die siebenjährige Amtszeit von Erika Tholotowsky (parteilos) läuft ab. Termin für eine eventuell erforderliche Stichwahl wäre dann der 3. April. Das sieht ein entsprechender Beschlussvorschlag vor, der dem Gemeinderat am Dienstag vorgelegt wird. Die hauptamtliche Stelle wird demnächst neu ausgeschrieben. Bewerber können ihre Unterlagen bis 21. Februar, 18 Uhr, einreichen. Gewählt am 20. März ist derjenige Bewerber, der mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten hat. Fällt auf keinen Bewerber mehr als die Hälfte der Stimmen, erfolgt eine Stichwahl. Erika Tholotowsky war die erste hauptamtliche Bürgermeisterin in der Einheitsgemeinde Niedere Börde. Die 51-Jährige bekam am 27. Juni 2004 bei einer Stichwahl rund 70 Prozent der Stimmen. Auf Mitbewerber Wilfried Soeder aus Meseberg entfielen 30 Prozent.

An der Wahl hatte sich 1609 der 6747 damals wahlberechtigten Bürger in den acht Ortsteilen der Gemeinde beteiligt. Das entsprach einer Wahlbeteiligung von 23,9 Prozent. Die Stichwahl hatte sich notwendig gemacht, weil beim ersten Wahlgang am 13. Juni 2004 keiner der drei Kandidaten die absolute Stimmenmehrheit bekommen hatte. Klaus Maaßberg, bis dahin Leiter des Verwaltungsamtes Niedere Börde, hatte nach dem ersten Wahlgang auf eine weitere Kandidatur verzichtet, obwohl er mit 1201 Stimmen knapp vor Tholotowsky (1142 Stimmen) lag. Für Soeder, den damaligen Bürgermeister von Meseberg, hatten beim ersten Wahlgang 742 Bürger gestimmt.

Erika Tholotowky, studierte Diplom-Agraringenieurin, war vor Antritt der hauptamtlichen Stelle zehn Jahre ehrenamtliche Bürgermeisterin in Groß Ammensleben. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Der Gemeinderat hat in der kommenden Woche auch den Gemeindewahlleiter und seinen Stellvertreter für die Landtags- und Kommunalwahl am 20. März 2011 zur berufen. Bisher übte diese Funktion stets Jürgen Werner aus. Er wurde von Ines Wiersdorf vertreten. Es empfiehlt sich, das Amt des Gemeindewahlleiters nicht ständig neu zu besetzen. Der einheitliche Termin von Landtags- und Kommunalwahl bedeutet für die Verwaltung in Groß Ammensleben einen geringeren organisatorischen und finanziellen Aufwand, da große Teile der Wahlvorbereitung in einheitlichen Arbeitsgängen erledigt werden können.