Die Vereinsschau des Kleintierzuchtvereines Lindhorst/Colbitz war eine ganz Besondere: der Verein feiert in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen.

Colbitz. Vor 20 Jahren veranstalteten die Kleintierzüchter aus Lindhorst und Colbitz letztmalig ihre Vereinsschau im "Häuschen", dem Colbitzer Volkshaus. Zwischenzeitlich fanden die Ausstellungen der Kleintierzüchter im Rasthof Colbitz statt. "Damals war es hier drin bitterkalt, der Putz rieselte von den Wänden", erinnerte sich Vereinsvorsitzender Andreas Bertram, wie das heute schmucke Volkshaus vor der aufwändigen Sanierung aussah.

Bertram bedankte sich in seiner Eröffnungsansprache ausdrücklich auch bei Gastwirt René Bollmann, der die zweitägige Ausstellung trotz terminlicher Probleme ermöglichte und eine gute gastronomische Versorgung bot.

Vater kennt Weg noch aus seiner Jugendzeit

Martin Stichnoth, Kreisvorsitzender der Kaninchenzüchter, war erstmals im Saal des Volkshauses. "Zum Glück hatte ich meinen Vater mit, der in seiner Jugend oftmals hier war und mir den Weg gewiesen hat", schilderte er seine Anreiseprobleme. Auch er lobte das neue Ambiente, das den auf Kreis-, Landes- und sogar Bundesebene erfolgreichen Colbitzer Züchtern gut zu Gesicht stehe. "Ich wünsche euch alles Gute für eure Vereinsschau, aber auch schon für die Landesverbandsschau in zwei Wochen in Welsleben, auf der ihr mit 40 Tieren vertreten seid", überbrachte Stichnoth die Grüße des Kreisverbandes.

Vom Kreisverband der Rassegeflügelzüchter war Claus Poperle nach Colbitz gekommen. Auch er gratulierte den Colbitzer Züchtern zum Vereinsjubiläum und wünschte eine erfolgreiche Ausstellung.

Bürgermeister lobt die gute Vereinsarbeit

Bürgermeister Heinz Kühnel beglückwünschte alle Meister und Preisträger, die in den Tagen zuvor durch die Zuchtrichter ermittelt worden waren. "Im Namen aller Bürger unserer Gemeinde danke ich euch für diese schöne Ausstellung", sagte Kühnel in seinem Grußwort, in dem er ausdrücklich auch die gute Vereinsarbeit der Kleintierzüchter lobte.

Die Ausstellungsbesucher kamen auf ihre Kosten. Sie konnten an zwei Tagen 80 Kaninchen, 40 Hühner und Zwerghühner sowie 32 Tauben bestaunen. Wer Glück hatte, gewann bei der traditionellen Verlosung einen wertvollen Preis. Für ein üppiges Kuchenbüfett hatten die Frauen der Züchter gesorgt.