Der Gemeinderat hat heute (Sitzungsbeginn ist 18.30 Uhr) im Ratssaal der Ortschaft Barleben den Haushalt der Einheitsgemeinde für das Jahr 2011 auf dem Tisch. Die Tagesordnung des letzten Treffens der gewählten Vertreter in diesem Jahr ist im öffentlichen Teil 31 Punkte lang. Der Hauptausschuss der Gemeinde hatte vor Wochenfrist das Aussehen der Stelen beschlossen, die von Barlebens Partnerschaften auf kommunaler Ebene künden sollen. Das Geld dafür wird noch aus dem Nachtragshaushalt 2010 entnommen.

Barleben. Barleben hat Partner in ganz Europa. Die Großgemeinde (9175 Einwohner) hält auf kommunaler Ebene offiziell Kontakt zu vier Gemeinden in vier Ländern. Von diesen Partnerschaften sollen in absehbarer Zeit Stelen aus Edelmetall in allen drei Ortsteilen künden, allerdings nicht am Ortseingang, sondern an zentraler Stelle in der Dorfmitte. Die Stelen sind jeweils 2,85 Meter hoch und 1,50 Meter breit, bestehen aus einzelnen Bausteinen, die durch Klammern zusammengehalten werden. Zu den Bausteinen zählen vorbereitete Platten mit den Wappen der Partnerstädte und Tafeln mit einer Visitenkarte der jeweiligen Kommune. Die Stelen werden in allen drei Ortschaften ein einheitliches Bild abgeben. Das Geld für Anfertigen und Aufstellen wird mit dem Nachtragshaushalt 2010 bereitgestellt. Pro Stele sind 18 000 Euro veranschlagt. Weitere 6 000 Euro werden für Nebenkosten bereitgestellt. Dazu rechnen der Entwurf, die Leistungen eines Statikers, die Baugenehmigung und die Begleitung der Maßnahme durch den Sanierungsbeauftragten Henry Gnauert vom Magdeburger Ingenieurbüro Bau-Form. Die Ortschaftsräte verständigten sich seit Mitte November nacheinander über die vorgeschlagenen Standorte. In den Ortsteilen Ebendorf und Barleben sind sie noch strittig und werden noch einmal auf den Prüfstand gestellt, weil sie beispielsweise Parkmöglichkeiten einschränken oder nicht großzügig von beiden Seiten aus begehbar sind.

Mit Wittmund in der Region Ostfriesland, etwa 15 Kilometer von der Nordseeküste entfernt, verbinden Barleben seit Beginn der 90er Jahre enge Kontakte. Die Partnerschaftsurkunde wurde am 3. Oktober 1997 unterzeichnet.

Im März 2006 fragte die Staatskanzlei in Barleben an, ob Interesse an der Partnerschaft mit einer französischen Kommune bestünde. Notre Dame d‘ Oe, ein Vorort von Tours an der Loire, hatte den Wunsch an das Land herangetragen. Die Partnerschaftsurkunde wurde zur 945-Jahrfeier Barlebens im Sommer 2007 unterzeichnet.

Zu Lukavac im Nordosten der Föderation Bosnien-Herzegowina knüpfte vor Jahren eine Firma aus dem Ostfalenpark Kontakte. Ihr Geschäftsführer hielt sie durch Messebesuche aufrecht. Der Geschäftsmann regte an, die Beziehungen über den betrieblichen Rahmen hinaus zu entwickeln. Am 4. April 2008 besiegelten beide Kommunen ihre Partnerschaft.

Der Partnerschaftsvertrag zwischen Tzarevo am Schwarzen Meer in Bulgarien und Barleben wurde am 1. Oktober 2008 auf der Messe in Plowdiv abgeschlossen. Die beiden Bürgermeister unterzeichneten im Beisein der bulgarischen Vizepremierministerin und des Honoralkonsuls von Bulgarien in Deutschland die Partnerschaftsurkunden.