Der Lions Club Haldensleben hat eine Entscheidung gefällt: Am Wolmirstedter "Kurfürst-Joachim-Friedrich"-Gymnasium wurden gestern Mittag die schönsten Bilder des Malwettbewerbes zum Thema "Vision des Friedens" gekürt. Der Wolmirstedter Sieger heißt Pascal Heinrich und geht in die 6a des Friedrich-Gymnasiums. Klara Bernt, 12 Jahre, aus dem Förster-Gymnasium, setzte sich unter den jungen Haldensleber Künstlern durch. Über 260 Arbeiten wurden eingereicht.

Wolmirstedt. "Zu sehen sein werden die farbenprächtigen Kunstwerke aber erst im nächsten Jahr, wenn die Ohrekreis-Sparkasse in Haldensleben und Wolmirstedt zur Ausstellung einlädt", erklärte Dr. Günter Heinrich Müller vom Lions Club, kurz nach der Entscheidung.

Jedes Jahr organisiert der Lions Club weltweit einen Friedensplakat-Wettbewerb für Schüler im Alter von 11 bis 13 Jahren. "Dieser Wettbewerb soll Kinder und Jugendliche nicht nur im Bördekreis ermuntern, ihre Vorstellung von Frieden und Toleranz künstlerisch auszudrücken", erläuterte Dr. Müller das Anliegen.

Über 250 Arbeiten wurden eingereicht. Das Gros der durchgängig farbigen Zeichnungen kam aus Haldensleben. Wo sich die Karl-Liebknecht-Schule mit 66 und das Prof.-Friedrich-Förster-Gymnasium mit 144 Bildern erfolgreich beteiligten und damit gemeinsam erstmals die 200er-Grenze übertrafen. In Wolmirstedt kamen 22 Arbeiten zum Friedensplakat-Wettbewerb von den Schülern der sechsten Klasse des Friedrich-Gymnasiums und weitere 35 von den hoffnungsvollen Talenten der Gutenberg-Ganztagsschule.

Das letzte entscheidende Wort darüber, wer die Sieger im Altkreis sind, wurde erstmals in Wolmirstedt getroffen. "In den vergangenen Jahren, der Wettbewerb wird bereits zum zehnten Mal durchgeführt, haben allein die Lehrer für Kunsterziehung aus der Kreisstadt die Entscheidung getroffen", klärte Dr. Müller auf, "da lag es gewissermaßen auf der Hand, dass wir diesmal die Auswahl den Wolmirstedtern überlassen."

"Und wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", betonte Andrea Behnert, Lehrerin für Kunst- erziehung am Friedrich- Gymnasium, "und es war vor allem keine Einzelentscheidung. Ein Gremium von erfahrenen Lehrerinnen hat sich letztlich für diese beiden Schüler-Arbeiten entschieden. Und ich denke, es wurde eine gute Wahl getroffen."

Wie die engagierte Lehrerin betonte, wurde die Mehrzahl der Arbeiten, zumindestens am Gymnasium wie auch an der Ganztagsschule, im Kunstunterricht gefertig.

"Natürlich haben wir als allerersten Schritt gemeinsam mit den Schülern theoretische Inhalte des Wettbewerbes erörtert. Die Bedeutung des Themas, Synonyme für den Frieden, Stilmittel und vor allem Farben waren vier von unzähligen Problemkreisen. Das wir Lehrerinnen uns, zumindestens was Wolmirstedt betrifft, letztlich für Pascal entschieden haben, liegt weniger an der künstlerischen Ausführung seiner Arbeit, als vielmehr an der großartigen Idee. Eine Friedenstaube, die die Erde ins Schlepptau nimmt und dem Licht entgegenfliegt, das fanden wir sehr beachtlich."

Der Zeitpunkt der Auswertung war nicht zufällig gewählt: Die beiden Gesamtsieger haben sich nämlich für den Sachsen-Anhalt-Ausscheid qualifiziert. Und dafür müssen die Bilder spätestens am 15. November eingereicht werden.

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