Großer Bahnhof am Freitagnachmittag in der Loburger DRK-Kita "Burgspatzen". Die offizielle Einweihung des Neubaus führte Vertreter von Stadt, Landkreis, Träger, am Bau beteiligter Firmen und im Rahmen eines Tages der offenen Tür zahlreiche Eltern und interessierte Bürger in die Einrichtung. Kita-Leiterin Kathrin Paul bekam einen symbolischen Schlüssel überreicht.

Loburg. Große helle Gruppenräume, modernste Sanitäranlagen, ein großes Foyer – mit dem Neubau des Krippenbereiches ging ein Traum in Erfüllung. Genau ein Jahr und ein Tag vor der feierlichen Einweihung hatte der Abriss des alten Gebäudeteils der Kita "Burg-spatzen" begonnen. Eine anstrengende, spannende und aufregende Zeit folgte. "Die Kinder wurden selbst zu kleinen Baumeistern", blickte Kita-Leiterin Kathrin Paul zurück. Jeden Tag konnten sie etwas Neues auf der Baustelle entdecken, zusehen, wie der Bau seine Form annimmt. Sie dankte allen, die dazu beigetragen haben, einen solchen schönen Neubau entstehen zu lassen.

Andy Martius, vom Präsidium des DRK-Regionalverbandes Magdeburg-Jerichower Land, nannte die Zahlen: Eine Bausumme von 735 000 Euro, wovon 648 000 Euro Fördermittel des Landkreises aus dem Bundeskrippenprogramm stammen, und 87 000 Euro von der Stadt Möckern. 20 000 Euro Eigenmittel stellt der DRK-Regionalverband. Nun müsse noch der Außenbereich fertiggestellt werden, so Martius, der den Erziehern und Eltern für ihr Verständnis dankte für die Einschränkungen während der Bauzeit.

Landrat Lothar Finzelberg brachte seine Freude zum Ausdruck, dass trotz klammer Kassen immer wieder Mittel und Wege gefunden werden, um Vorhaben umzusetzen. Die Vorgaben für die Fördermittel seien streng gewesen, nur zwei Einrichtungen hätten die Kriterien erfüllt, erinnerte Finzelberg. Eine davon war Loburg gewesen. "Eine Investition in die Zukunft, gut angelegtes Geld", so der Landrat, der den Spitzenplatz, den das Jerichower Land deutschlandweit in Sachen Kitaplätze innehat, ins Feld führte. Dabei gehe es nicht nur um die Anzahl, sondern auch um die Qualität.

In die Loburger Einrichtung sei nicht viel weniger investiert worden, als in alle anderen Einrichtung in Möckern in den letzten zwei Jahren, verwies Möckerns Bürgermeister Frank von Holly auf die Bedeutung der Loburger Kita, wobei das Projekt mit einem lachenden und einem weinenden Auge – die mit dem Ausbau verbundene Schließung der Kita "Storchennest" nicht zu vergessen – betrachtet werden muss. Seine größte Sorge seien nun allerdings die Wünsche der anderen Kindergärtnerinnen, so etwas wie in Loburg auch haben zu wollen, so von Holly.

Loburgs Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann beschränkte sich in seinen Ausführungen auf einen Dank, einen Wunsch und eine Bitte. Ein Dank an alle, die zum Entstehen beigetragen haben, der Wunsch, dass sich die Erzieherinnen aus beiden Kitas zusammenfinden, und die Bitte, dass auch der andere Teil der Kita noch in den nächsten Jahren saniert und das Umfeld hergerichtet wird.

Den symbolischen Schlüssel bekam Kathrin Paul vom Architekten Bert Helbig aus Burg überreicht, der kurz auf die Bauphase zurückblickte. Am 16. April war Richtfest gefeiert worden. Anfang September konnte die baurechtliche Abnahme erfolgen. Seit eineinhalb Monaten ist der Neubau nun in Nutzung. 104 Kinder zählen die "Burgspatzen" im Moment. Das Kita-Team umfasst 14 Kolleginnen. Seit 1. Oktober ist das Haus auch eine integrative Einrichtung. Die zahlreichen Gäste machten sich am Freitag selbst ein Bild von der Kita.