87 Stadtführungen mit mehr als 1550 Gästen hat das Team der Zerbster Tourist-Information zusammen mit den ehrenamtlichen Gästeführerinnen 2011 bisher absolviert. Nur ein guter Grund, das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen.

Zerbst l Da war die Hochzeitsgesellschaft, die zur Führung 15 Personen umfassen sollte und dann immer größer wurde. Da war der Fanclub, der seinen Künstler zum Konzert in Zerbst begleitete, und der Gästeführerin doch etwas zu schaffen machte. Da war die Familie, die nach Zerbst kam, um am Katharina-Denkmal den eigenen Wurzeln nachzuspüren. Waren die Klassentreffen-Teilnehmer, die wenig über ihre Heimatstadt und deren Geschichte wuss- ten und sich nach dem Besuch zusätzliches Material schicken ließen ...

Es sind viele interessante Erlebnisse und Geschichten, die die Zerbster Gästeführerinnen und das Team der Tourist-Information am Ende eines Jahres erzählen können. In guter Tradition tun sie es in gemeinsamer Runde.

Zahl der Führungen gestiegen

Für Viola Tiepelmann, Leiterin der Tourist-Information, ist dies zuallererst Anlass, Danke zu sagen für allen Einsatz und alles Engagement ihrer unmittelbaren Mitarbeiterinnen wie der ehrenamtlich tätigen Gästeführerinnen. "Ob Frühling, Sommer, Herbst und Winter, sonnabends, sonntags ...", sagt sie, "so wie die Besucher kommen", sind sie für sie da. Das habe im zu Ende gehenden Jahr besonders auch für zusätzliche Aktionen wie die 3000-Schritte-Tour oder die gestalteten "Führungen" in den beiden Altenheimen gegolten.

4800 Gäste wurden 2011 bisher als Tagesbesucher in der Zerbster Tourist-Information begrüßt. Das sind 25 bis 28 Gäste pro Arbeitstag. "Für Zerbst ist das als touristisches Potential bemerkenswert", erklärt Viola Tiepelmann. Dazu kommen mehr als 2750 Anrufer.

87 Stadtführungen mit mehr als 1550 Teilnehmern hat die engagierte Truppe 2011 bereits absolviert. Nicht dabei sind Führungen, die vom Schlossverein oder dem städtischen Museum angeboten wurden. Die Zahl der Führungen sei damit über die Jahre stets angestiegen, so Viola Tiepelmann. "Aber das Potential ist noch nicht ausgeschöpft."

"Ein vor allem sehr zufriedenes und positives Feedback" hat es von den Teilnehmern der Führungen gegeben. "Das freut uns", sagt die Zerbster Tourismus-Chefin, die auf eine weiter gute Zusammenarbeit mit ihren Mitstreiterinnen setzt.

Besuchermagnet Denkmal

"Man bemüht sich, dass die Gäste einen guten Eindruck bekommen, dass sie wiederkommen möchten", sagt Uta Heinecke. Eine Erfahrung, die nicht nur Dagmar Richter gemacht hat, ist, "wie sehr das Katharina-Denkmal angenommen wird, wie viele Besucher davor stehen". Andererseits, erhält auch Heidrun Franke die Zustimmung aus der Runde, müsste die Orangerie hergerichtet werden, "und der Zustand der Tribüne im Schlossgarten ist furchtbar". Die Stadtmauer würden die Stadtführerinnen ebenfalls gern in besserem Zustand präsentieren.

Erlebnisse mischen sich mit Anregungen. Neue Ideen entstehen. Die Crew der Tourist-Information und die Gästeführerinnen haben das neue Jahr längst im Blick. Der Schwerpunkt dann wird das Jubiläum 800 Jahre Anhalt, zugleich, so Viola Tiepelmann, "als Auftakt für eine längerfristige touristische Vermarktungsschiene". Aber auch die Lutherdekade und traditionelle, zum Beispiel kulturelle Zerbster Höhepunkte sind und bleiben Themen.