Vermisste Inga - Eine Chronologie

2. Mai: Das blonde Mädchen mit der breiten Zahnlücke verschwindet am Abend in Wilhelmshof, einem Ortsteil von Stendal. Die Polizei vermutet, dass sie im Wald Feuerholz sammeln wollte. Noch am Abend beginnt die Suche nach der Fünfjährigen.

4. Mai: Zwei Tage nach Ingas Verschwinden weitet die Polizei die Suchmaßnahmen aus. Mit 1000 Polizisten und Helfern von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk durchkämmt sie den 3500 Hektar großen Wald um Wilhelmshof. Dazu sind Hubschrauber und 60 Spezialhunde im Einsatz.

6. Mai: Die Einsatzkräfte beenden die Suche nach Inga im Wald. Sie hatten vier Tage und Nächte lang gesucht, Teiche ausgepumpt, Stolperfallen und Hänge geprüft.

7. Mai: Die Polizei hofft weiter, das Mädchen zu finden. Sie spricht erstmals offiziell aus, dass ein Verbrechen immer wahrscheinlicher werde.

12. Mai: Der oberste Kriminalist der zuständigen Polizeidirektion Nord aus Magdeburg, Holger Herrmann, übernimmt die Leitung der Ermittlungen im Fall Inga. Die Polizei schaltet zusammen mit der Initiative Vermisste Kinder die Internetseite www.wo-ist-inga.de .

17. Mai: Chefermittler Herrmann bittet die Fernsehzuschauer um Mithilfe. In der MDR-Sendung "Kripo live" berichtet er über den Stand der schwierigen Ermittlungen. Hinweise kommen, die heiße Spur nicht.

20. Mai: Herrmann startet gleich noch einen zweiten TV-Aufruf und ist auch in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY..ungelöst" zu Gast. Bis zum Ende der Sendung gehen 50 neue Hinweise ein.

2. Juni: Die Polizeidirektion Magdeburg lobt 25.000 Euro Belohnung für den entscheidenden Tipp zu Ingas Verbleib aus. Es ist die höchste Summe, welche die Polizei in Sachsen-Anhalt jemals ausgesetzt hat.

3. Juni: Die Ermittler starten erneut eine groß angelegte Durchsuchung im Wald bei Wilhelmshof. Dieses Mal durchkämmen bis zu 375 Polizisten ein Waldstück fünf Kilometer südlich von Wilhelmshof.

4. Juni: Die Polizei beendet die neuerliche Walddurchsuchung nach zwei Tagen ohne neue Spur zu dem Mädchen.

Stendal (dpa) l Die fünfjährige Inga aus Schönebeck bleibt verschwunden. Seit fünf Wochen fehlt von dem Mädchen jede Spur. "Wir haben keine neuen Erkenntnisse. Die Suchen haben nicht zum Auffinden irgendeines Hinweises geführt", sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Rund 1000 Hinweise aus der Bevölkerung seien bei den Ermittlern eingegangen. "Aber eine heiße Spur ist nicht dabei", sagte der Sprecher.

Am vorigen Mittwoch und Donnerstag hatten Hunderte Polizisten ein Waldgebiet bei Stendal durchkämmt. Es liegt etwa fünf Kilometer südlich von Wilhelmshof, wo das Mädchen am 2. Mai verschwand. Inga war zum Holzsammeln in den Wald gegangen und nicht zurückgekommen. Direkt nach dem Verschwinden des Mädchens hatten 1000 Helfer mehrere Tage lang einen angrenzenden, 3500 Hektar großen Wald durchsucht.

Mit Plakaten, mehreren TV-Aufrufen und einer Internetseite fahnden die Ermittler bundes- und europaweit nach Inga. Zuletzt setzten sie eine Belohnung in Höhe von 25.000 Euro für den entscheidenden Tipp aus.