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Newsletter „Mensch, Magdeburg“ zum 31. Januar Dieser Discounter schließt in Magdeburg

Trend-Kuscheltiere: Wie würden Magdeburg-Jellycats aussehen? | Hund bricht am Elbufer ins Eis ein

Von Lukas Eßer 31.01.2026, 05:30
Lukas Eßer, Reporter bei der Magdeburger Volksstimme.
Lukas Eßer, Reporter bei der Magdeburger Volksstimme. Quelle: Julia Lemke

Magdeburg. - es ist geschafft. Heute ist der letzte Tag des Januars. Für den einen bedeutet das endlich Geld am Ende des Monats, für einen anderen 31 Tage erfüllter Neujahrsvorsätze. Für mich bedeutet der 31. Januar 2026 meinen letzten Samstag in den Zwanzigern. Was erwartet mich im kommenden Jahrzehnt? In der kollektiven Vorstellung meines Freundeskreises gehen „die Dreißiger“ mit dem Bedürfnis nach deutlich weniger Unternehmungen, dafür aber deutlich mehr Schlaf einher - von dem, was ein langer Samstagabend in einer Bar mit dem eigenen Körper anrichten könnte, ganz zu schweigen.

Das mag einen wahren Kern haben, liegt im Wesentlichen aber an verschobenen Prioritäten, die zufällig mit den Dreißigern zusammenfallen. Die frühen Jahre der Karriere, der Familie und des gemeinsamen Haushalts verlangen dem Einzelnen jedenfalls mehr ab als das flexible Singleleben eines Studenten - und das spürt man. Doch letztendlich entscheidet jeder selbst, wie er seine Zeit nutzen und ob er der Bequemlichkeit des eigenen Wohnzimmers anheimfallen will. Ich versuche, agil zu bleiben und sehe die Dreißiger als Upgrade meines vergangenen Jahrzehnts: Wie die Zwanziger, aber mit weniger leerem Portemonnaie.

Mit besten Grüßen,IhrLukas Eßer

Was das Wochenende bringt

Comedy: Paul Panzer ist heute Abend mit seinem Programm "Schöne neue Welt – welcome to hell" in der Getec-Arena Magdeburg zu erleben. Beginn ist um 20 Uhr, Veranstaltungsort ist die Arena in der Berliner Chaussee 32. Zwischen äußerem Wohlstand und wachsender innerer Leere, künstlicher Intelligenz, Kryptowährungen, virtueller Partnersuche und dem unstillbaren Hunger menschlicher Bedürfnisse wird Paul Panzer einmal mehr zum Sisyphos der modernen Welt. Er kämpft sich durch die Absurditäten des digitalen Zeitalters, stolpert über Fortschritt und Selbstoptimierung und hält der Gesellschaft dabei einen Spiegel vor, der ebenso gnadenlos wie befreiend ist.

Vortrag: Am heutigen Abend ist Extremradsportler Christoph Strasser mit einem Multimedia-Vortrag in der FestungMark im Hohepfortewall zu Gast. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Der Abend nimmt das Publikum mit in die Welt des Ultracyclings und erzählt von Grenzerfahrungen, mentaler Stärke und der Bereitschaft, immer wieder Neuland zu betreten.

Kostümverkauf: Das Opernhaus Magdeburg öffnet heute sein Garderobenfoyer für einen besonderen Kostümverkauf. Zwischen 10 und 14 Uhr haben Besucher die Gelegenheit, in die faszinierende Welt der Theaterkostüme einzutauchen und originale Kleidungsstücke sowie Accessoires aus vergangenen Produktionen zu erwerben. Der Eintritt ist frei.

Konzert: "Ein paarmal waren wir sehr glücklich" ist der Titel eines besonderen Konzertabends, bei dem Musik und Literatur in einen stillen, intensiven Dialog treten. Der Pianist und Komponist Tobias Rank kehrt mit diesem Programm ins Insel Theater zurück und präsentiert einen Abend, der ganz dem Klavier und dem Wort gewidmet ist. Ohne Löschfahrzeug und Wanderkino, dafür mit einem fein komponierten musikalisch-literarischen Konzept, rückt er die Poesie in den Mittelpunkt. Das Konzert ist heute um 20 Uhr sowie morgen um 18 Uhr im Insel Theater in der Zollstraße 19 zu erleben.

Minihorror: Obwohl draußen die Welt aus den Fugen gerät, scheint im Inneren zunächst alles erstaunlich stabil. Mini und Miki fühlen sich seit dem Kauf ihrer neuen Küchenplatte bei Ikea ganz okay. Sie stehen morgens auf, trinken Kaffee, arbeiten zu Hause oder im Büro und bemühen sich auf Partys um gemeinsame Gesprächsthemen. Als Menschen, die nicht „von hier“ sind, versuchen sie dazuzugehören, ohne dabei aufzufallen. Doch die vermeintliche Normalität bekommt Risse.Für diese präzisen, verstörenden und zugleich humorvollen Texte wurde Barbi Marković 2024 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. Minihorror ist eine deutsche Erstaufführung und wird für Zuschauerinnen und Zuschauer ab 15 Jahren empfohlen. Die Vorstellung findet morgen sowie am 6. März jeweils um 19.30 Uhr im Schauspielhaus des Theaters Magdeburg in der Otto-von-Guericke-Straße 64 statt.

Konzert: Morgen Nachmittag lädt ein Konzert mit doppeltem Genuss um 15 Uhr in die Kirche in der Flachsbreite 17 in Magdeburg ein. Der Nachmittag verbindet Musik, Gemeinschaft und kulinarische Gemütlichkeit zu einem besonderen Erlebnis. Im ersten Teil erklingen geistliche Lieder in der Kirche, interpretiert von der Sängerin Undine Dreißig und dem Geiger Marco Reiß. Im Anschluss setzt sich das Konzert im Gemeinderaum fort. Dort stehen Winterlieder im Mittelpunkt, begleitet von Kaffee und Kuchen. In entspannter Umgebung entsteht so ein offener, persönlicher Rahmen, in dem Musik und Begegnung zusammenfinden und der Nachmittag einen geselligen Ausklang erhält.