Osterburg l „Der Bauantrag ist in der Vorbereitung“, sagt Elmar Brandt. Der Vorstand sieht das Projekt, mit dem die Borghardtstiftung dem von ihr getragenen evangelischen Kindergarten zu deutlich besseren Bedingungen verhelfen will, auf einem guten Weg. Sobald die Baugenehmigung vorliege, könne man auch relativ schnell loslegen, zeigte er sich überzeugt, übte sich aber dennoch ein Stück weit in Vorsicht. Denn ob tatsächlich noch in diesem Jahr Bauleute am Otto-Nuschke-Weg aufschlagen, sei von ganz vielen Dingen abhängig. Aber ebenso sicher sein Wunsch, machte der Vorstand auf Nachfrage deutlich.

Klar ist: Auf der mitten im Altneubaugebiet und direkt am Otto-Nuschke-Weg gelegenen Wiese, die bis Ende der 90er Jahre einem Wohnblock Platz bot, soll ein eingeschossiges Gebäude hochgezogen werden. Mit deutlich mehr Plätzen, als die bisherige Kita „Lindenbaum“ in ihrem Domizil an der Ballerstedter Straße aufweist. Denn werden dort maximal 29 Mädchen und Jungen betreut, sollen es im neuen Objekt bis zu 60 sein. Das Gros der Plätze (40) ist für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren anvisiert, mit 20 Plätzen macht die Tagesstätte aber auch einen eigenen Krippenbereich auf.

Im Osterburger Rathaus erhalten die Vorstellungen der Borghardtstiftung spürbaren Rückenwind. Denn weil der freie Träger im Vorjahr die Regie im evangelischen Kindergarten übernahm und von Anfang an Neubaupläne formulierte, konnte die Einheitsgemeinde vom bis dahin anvisierten Ausbau der eigenen Platz-Kapazitäten Abstand nehmen. Dies wäre angesichts der deutlich gestiegenen Nachfrage an entsprechenden Betreuungsangeboten ansonsten unumgänglich gewesen. Schon allein aus diesem Beweggrund heraus kam die Kommune der Stiftung bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück weit entgegen. So beschloss der Stadtrat im Spätsommer 2018 einstimmig, eine Fläche am Otto-Nuschke-Weg kostenfrei an die Borghardt- stiftung zu übertragen. An diese Entscheidung knüpften die Osterburger Politiker die Bedingung, dass die neue Einrichtung 2020 ihren Betrieb aufnehmen soll. Und nicht zuletzt hatten die Räte auch das Altneubaugebiet im Blick. Denn von der Neuansiedlung einer Kindertagesstätte werde das gesamte Quartier profitieren, zeigte sich auch Osterburgs Bürgermeister Nico Schulz überzeugt.

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