Aufgespießt

Der Kampf der Giganten

Wels verschluckt sich an riesiger Schildkröte in Göttinger Kiesgrube

Von Oliver Schlicht
Wels verschluckt Schildkröte ? und das nicht etwa in der Karibik, sondern in einer deutschen Kiesgrube.
Wels verschluckt Schildkröte ? und das nicht etwa in der Karibik, sondern in einer deutschen Kiesgrube. Foto: dpa

Es ist einfach zu langweilig geworden. Immerzu schwimmen angeblich Krokodile in deutschen Badegewässern, die dann doch keine Schwimmer verspeisen. Das letzte diesbezügliche Sommerloch füllte Anfang September vorigen Jahres ein Reptil in der Unstrut. Auch das tauchte am Ende nicht wirklich auf.

Nun aber gibt es eine Beweisaufnahme dafür, welche Giganten in unseren Kiesgruben miteinander ringen, während unsereins an der Oberfläche sorglos auf der Luftmatratze umhertreibt. Nein, kein Krokodil, aber ein 1,50 Meter langer Wels, der sich – man höre und staune – an einer riesigen Schildkröte verschluckt hat. Geschehen ist das am Göttinger Kiessee in Niedersachsen. Das gepanzerte Tier ragte zum Teil noch aus dem Maul des Raubfisches. Paddler und Angler zogen den etwa 40 kg schweren Wels an Land. Der gepanzerte Happen im Maul – eine Rotwangen-Schildkröte – wird 30 cm lang und wiegt ausgewachsen bis zu 1,5 kg. Diese Art kommt aus den USA. Aber in Deutschland gibt es inzwischen dank ausgesetzter Tiere eine eigene Population.

Was kommt als Nächstes? Riesenschlangen? Kraken? Killeralgen? Mal sehen. Der Sommer ist noch lang.