Aufgespießt

Vom wahren Glück in einer Beziehung

Studie belegt: Wer Macht fühlt, ist in seiner Partnerschaft zufriedener

Von Siegfried Denzel
Diese beiden haben offenbar alles richtig gemacht in ihrer Beziehung. Jetzt wissen wir auch, worauf normalerweise das Glück fußt.
Diese beiden haben offenbar alles richtig gemacht in ihrer Beziehung. Jetzt wissen wir auch, worauf normalerweise das Glück fußt. Foto: dpa

Endlich haben wir den Beweis dafür, dass Sprüche aus der Null-Bock-Ära der 1980er Jahre zu Recht aus der Mode geraten sind. Beispiel? „Wissen ist Macht. Ich weiß nichts – macht nichts.“

Von wegen! Psychologen der Unis Halle-Wittenberg und Bamberg haben herausgefunden, dass Menschen in einer Partnerschaft glücklicher sind, wenn sie Macht haben – zumindest gefühlt. Wenn sie nicht nur über sich selbst bestimmen können, sondern auch entscheidenden Einfluss auf scheinbar gemeinsam getroffene Entscheidungen haben. Das gelte unabhängig von Alter und Geschlecht, haben die Forscher ermittelt. So sind Vertrauen und Wertschätzung wichtig, Sex auch – aber am wichtigsten ist: das Bestimmen. Wie wird die Wohnung eingerichtet, wie ist das Wochenend-Programm, wohin geht’s in den Urlaub?

Aber wie nur können beide in einer Partnerschaft machtvoll zufrieden werden? Vermutlich nur mit viel Geschick. Der eine Part entscheidet schon mal – und argumentiert dann so überzeugend, dass der andere gar nicht anders kann als bestimmend zu sagen: „So machen wir das!“ Das ist dann wahres Glück.