Aufgespießt

Wenn Verreisen die Freiheit gefährdet

Beim Start in den Urlaub werden manche von der Vergangenheit eingeholt

Von Siegfried Denzel 02.06.2021, 21:28
Bei Kontrollen am Flughafen kann die Urlaubsvorfreude ganz schnell verfliegen...
Bei Kontrollen am Flughafen kann die Urlaubsvorfreude ganz schnell verfliegen... Foto: dpa

An Warnungen auf Zigarettenschachteln haben wir uns ja gewöhnt. Aber jetzt, in Zeiten der Corona-Einschränkungs-Lockerungen, sind auch Ferienflieger gefordert, Warnungen auf Tickets zu drucken. „Verreisen gefährdet Ihre Freiheit“ – nicht nur bei Trips in den Dunstkreis des weißrussischen Diktators. So wollte ein Niederländer von Düsseldorf aus ins ägyptische Hurghada jetten. Die Folge: Von Urlaub wird er lange nur träumen. Denn beim Blick in den Computer entdeckte ein Polizist, dass der Mann noch 1092 Tage „brummen“ muss - wegen eines 17 Jahre alten Drogen-Urteils.

Und sogar ein Knöllchen kann den Urlaub vermiesen. Jahrelang hatte ein Münchner einen 20-Euro-Strafzettel samt Mahnungen ignoriert. Als er nun in die Türkei fliegen wollte, hatte die Polizei eine Überraschung für ihn: Erzwingungshaftbefehl! Im Gegensatz zum Niederländer hatte der Münchner aber die Wahl – entweder Knast oder Türkei-Reise mit kleinerer Urlaubskasse. Er wählte letzteres und zahlte.

Deshalb an dieser Stelle ein Tipp: Wenn Sie verreisen wollen, checken Sie alles: Haftstrafen abgesessen, Strafzettel und alle Steuern beglichen? Na dann, schönen Urlaub!