Aufgespießt

Wenn Verreisen die Freiheit gefährdet

Beim Start in den Urlaub werden manche von der Vergangenheit eingeholt

Von Siegfried Denzel
Bei Kontrollen am Flughafen kann die Urlaubsvorfreude ganz schnell verfliegen...
Bei Kontrollen am Flughafen kann die Urlaubsvorfreude ganz schnell verfliegen... Foto: dpa

An Warnungen auf Zigarettenschachteln haben wir uns ja gewöhnt. Aber jetzt, in Zeiten der Corona-Einschränkungs-Lockerungen, sind auch Ferienflieger gefordert, Warnungen auf Tickets zu drucken. „Verreisen gefährdet Ihre Freiheit“ – nicht nur bei Trips in den Dunstkreis des weißrussischen Diktators. So wollte ein Niederländer von Düsseldorf aus ins ägyptische Hurghada jetten. Die Folge: Von Urlaub wird er lange nur träumen. Denn beim Blick in den Computer entdeckte ein Polizist, dass der Mann noch 1092 Tage „brummen“ muss - wegen eines 17 Jahre alten Drogen-Urteils.

Und sogar ein Knöllchen kann den Urlaub vermiesen. Jahrelang hatte ein Münchner einen 20-Euro-Strafzettel samt Mahnungen ignoriert. Als er nun in die Türkei fliegen wollte, hatte die Polizei eine Überraschung für ihn: Erzwingungshaftbefehl! Im Gegensatz zum Niederländer hatte der Münchner aber die Wahl – entweder Knast oder Türkei-Reise mit kleinerer Urlaubskasse. Er wählte letzteres und zahlte.

Deshalb an dieser Stelle ein Tipp: Wenn Sie verreisen wollen, checken Sie alles: Haftstrafen abgesessen, Strafzettel und alle Steuern beglichen? Na dann, schönen Urlaub!