Aufgespießt

Wie Autos das Fliegen lernen

Der „Aircar“ kann Digital-Staatsministerin Bär zur erfolgreichen Prophetin adeln

Von Siegfried Denzel
Der ?Aircar? sieht wie eine Mischung aus Sportwagen und Kleinflugzeug aus ? und hat seinen Erstflug absolviert.
Der ?Aircar? sieht wie eine Mischung aus Sportwagen und Kleinflugzeug aus ? und hat seinen Erstflug absolviert. Foto: Imago

Es dürfte ein guter Tag im Leben der verkannten Digital-Staatsministerin Dorothee Bär gewesen sein. Was hatte sie für Hohn- und Spottwellen aushalten müssen, nur weil sie als CSU-Visionärin für Deutschland eine Flugtaxi-Zukunft vorausgesagt hatte. Nun aber ist der Beweis erbracht: Taxis können fliegen!

Zumindest bald – oder vielleicht. Erst einmal ist nur der Prototyp des „Aircar“ geflogen, ein Sportwagen-Flugzeug-Mix; 35 Minuten hat der – hierzulande nicht mehr gern gesehene – Kurzstreckenflug zwischen den slowakischen Airports von Nitra und Bratislava gedauert. Entwickler und Pilot Stefan Klein war danach stolz wegen des „ganz normalen Flugs“. Sprach’s, verwandelte seinen Flieger per Knopfdruck in nur zwei Minuten zurück in ein Auto. Und fuhr von dannen – um im übertragenen Sinn die letzte Wegstrecke zur Serienfertigung anzugehen.

An Einsatzideen herrscht kein Mangel: wenn mal wieder Stau auf der A 2 ist. Oder Autobahngegner wieder die Elbbrücke der B189 blockieren, dann... Wenn wir jetzt noch ein Taxi-Schild dranschrauben, dann hätte Dorothee Bär ihre Prophetinnen-Prüfung bestanden.