Absolventen erhalten Zeugnisse Krankheit und Heilung: Uni Magdeburg feiert 40 neue Ärzte und Immunologen
Die Uni Magdeburg bleibt eine Kaderschmiede in der Medizin. Jetzt hat die Alma Mater 40 Absolventen ins Berufsleben entlassen - und ihnen gewichtige Worte mit auf den Weg gegeben.

Magdeburg - Große Freude an der Otto-von-Guericke-Universität. Die Einrichtung hat die Absolventinnen und Absolventen der Humanmedizin sowie des Masterstudiengangs Immunologie im Rahmen einer feierlichen Exmatrikulationsveranstaltung der Medizinischen Fakultät verabschiedet und sie auf einem Gruppenfoto festgehalten.
Insgesamt erhielten 29 junge Ärztinnen und Ärzte sowie 11 Absolventinnen und Absolventen der Immunologie ihre Abschlusszeugnisse. Die feierliche Überreichung der Urkunden sowie einer Fassung des Genfer Gelöbnisses an die Medizinerinnen und Mediziner erfolgte durch die Dekanin der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. rer. nat. Daniela C. Dieterich, die in diesem Jahr auch die Festrede hielt, teilte die Uniklinik mit.

"Unsere 29 neuen Ärztinnen und Ärzte sowie unsere Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Immunologie treten in eine Zeit ein, in der sich die Medizin rasanter entwickelt denn je. Von KI-gestützter Diagnostik bis hin zu personalisierten Zelltherapien – sie werden die Medizin und patientennahe Forschung der Zukunft aktiv mitgestalten. Wir haben ihnen nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen“, so die Dekanin.
Tradition und Wertschätzung
Musikalisch begleitet wurde die Festveranstaltung durch den Chor „Ligamentum Vocale“ unter der künstlerischen Leitung von Nadine Duwe.
Prof. Dr. med. Ebmeyer, Präsident der Ärztekammer des Landes Sachsen-Anhalt, habe ebenfalls ein Grußwort an seine neuen Kolleginnen und Kollegen sowie an die Absolventinnen des Masterstudiengangs Immunologie gerichtet, hieß es weiter in einer Mitteilung. Die gemeinsame Verabschiedung sei inzwischen schon so etwas wie „eine schöne Tradition“, die gegenseitige Wertschätzung zeige, stellte Prof. Ebmeyer fest: „Diese Exmatrikulation vereint zwei Fachrichtungen, die auf unterschiedliche Weise, doch mit demselben Ziel wirken: die Gesundheit des Menschen zu schützen, Krankheit zu verstehen und Heilung zu ermöglichen.“
Medizin ist eine Einzeldisziplin mehr
Die moderne Medizin sei längst keine Einzeldisziplin mehr und benötige den Dialog mit der Forschung, um die Rätsel des Lebens zu lösen. „Ihr Beitrag ist unverzichtbar – besonders in einer Zeit, in der unser Gesundheitssystem immer wieder Antworten sucht auf chronische Erkrankungen, es Immuntherapien entwickelt, Pandemien wie Corona bewältigen muss und Präzisionsmedizin realisiert“, wandte sich der Kammerpräsident an die Absolventinnen und Absolventen.
Ethisches Standars mit dem genfer Gelöbnis
Der jungen Ärzteschaft gab er zudem mit auf den Weg: „Mit dem Genfer Gelöbnis haben Sie sich verpflichtet, stets nach höchsten ethischen Standards zu handeln. Besinnen Sie sich dabei stets auf die Werte unseres Berufsstandes. Machen Sie daraus eine Berufung für sich.“
Von den 29 Absolventinnen und Absolventen der Humanmedizin, unter denen Frauen in der Mehrzahl waren, haben über die Hälfte ihr Studium mit dem Prädikat „gut“ abgeschlossen. Sieben der frisch approbierten Ärztinnen und Ärzte stammen aus Sachsen-Anhalt. Als Jahrgangsbeste wurde Ester Sophie Helf ausgezeichnet. Im Masterstudiengang Immunologie waren von den insgesamt elf Absolventinnen und Absolventen sieben weiblich und vier männlich.
Den feierlichen Abschlussvortrag hielt Anna Cosima Burckhardt, Absolventin des Studiengangs Humanmedizin, die stellvertretend für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen auf die Studienzeit und den gemeinsamen Weg zurückblickte.