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Prozess Ex-Partnerin erschlagen - Anklage fordert lebenslange Haft

Zuerst Gift im Kaffee, dann 23 Schläge mit einem Eisenrohr: Ein 41-Jähriger soll seine Ex-Lebensgefährtin brutal getötet haben.

Von dpa Aktualisiert: 13.01.2026, 11:24
Ein 41-Jähriger soll seine Ex-Partnerin brutal getötet haben - die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Strafe.
Ein 41-Jähriger soll seine Ex-Partnerin brutal getötet haben - die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Strafe. Michael Matthey/dpa

Hildesheim - Nach dem gewaltsamen Tod einer 38-Jährigen im Landkreis Peine hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Gefängnisstrafe für den Ex-Lebensgefährten des Opfers gefordert. Der 41-Jährige sei mit hoher krimineller Energie und Brutalität vorgegangen, das Unrecht entspreche dem eines Mörders, sagte die Staatsanwältin im Prozess am Landgericht Hildesheim. Es handele sich um Totschlag in einem besonders schweren Fall mit Nähe zu den Mordmerkmalen Heimtücke und niedrige Beweggründe.

Zum Prozessauftakt hatte der 41 Jahre alte Angeklagte zurückgewiesen, die Frau getötet zu haben. „Ich habe mit den Vorwürfen nichts zu tun“, sagte er damals. Der Landwirt ist wegen versuchten Mordes und Totschlags angeklagt. Er soll Ende Februar 2025 in einem Wohnhaus in Edemissen 23 Mal mit einem Eisenrohr auf den Kopf der Frau geschlagen und sie eine Treppe hinuntergestoßen haben. Sie erlitt ein Hirntrauma und Knochenbrüche, darunter einen Schädelbruch, und starb an Blutverlust.

Einige Tage vor der Tat soll er bereits versucht haben, die 38-Jährige zu töten. Er soll ihre Kaffeemaschine mit dem nicht mehr zugelassenen Insektizid Parathion, dem sogenannten Schwiegermuttergift, präpariert haben. Die Frau soll jedoch einen seltsamen Geruch und eine blaue Färbung wahrgenommen und den Kaffee nicht getrunken haben.