Banale Lokalmeldung tritt im Netz eine Welle an Reaktionen los

Internet macht Blumenkübel zum Weltstar

Neuenkirchen (es/dpa). Ein zerstörter Blumenkübel hat es im Internet zu weltweiter Berühmtheit gebracht. Auslöser war eine banale Lokalmeldung: Die "Münstersche Zeitung" hatte in ihrem Online-Auftritt über einen umgekippten, zerbrochenen Blumenkübel vor einem Altenheim in der westfälischen Gemeinde Neuenkirchen berichet.

Unter der Überschrift "Großer Blumenkübel zerstört" schrieb die Autorin: "Fassungslos waren die Bewohner des Antoniusstift, als sie am Dienstagmorgen vor die Tür sahen: Einer der zwei Blumenkübel vor dem Eingang des Altenheimes wurde umgestoßen und lag zerbrochen vor dem Eingang."

Die Internetgemeinde, stets auf der Suche nach neuen Späßen, stürzte sich auf die Geschichte. Angestoßen durch einen Beitrag eines Mitarbeiters der "Münsterschen Zeitung" im Kurznachrichtendienst Twitter, verbreitete sich die Lokalmeldung binnen weniger Stunden unter tausenden Twitter-Nutzern. Zwischenzeitlich rangierte die Geschichte auf Platz 5 der Twitter-Trends weltweit. Amerikaner fragten verwundert, was es mit diesem "Blumenkübel" auf sich habe. Die Nachricht rief Tausende Reaktionen hervor.

Nach wenigen Stunden gab es einen Song zum Blumenkübel im Internet. Im Sozialen Netzwerk Facebook erhielt das Behältnis sogar eine eigene Fanseite.

Höhepunkt der "Blumenkübel-Affäre" war ein wohl nicht ganz ernst gemeintes "Bekennervideo", das am Wochenende bei Youtube auftauchte.

Darin verliest ein maskierter Mann eine Erklärung: "Hiermit übernimmt die Gruppe ¿Free Flowers‘ (freie Blumen) die Verantwortung für die Vorkommnisse. Wir werden es nicht länger hinnehmen, dass alte Menschen harmlose Blumen in Kübel einsperren und zu ihrer eigenen Belustigung vor ihren Heimen aufstellen."