Niedersachsen und Bremen Klirrende Kälte, Eis und Schnee bringen Freude und Probleme
Spaß im Schnee und Geduld bei Bahnreisen - das klirrend kalte Winterwetter hat viele Auswirkungen. Am Montagfrüh kann es gefährlich glatt werden - mit Folgen auch für viele junge Menschen.

Hannover/Bremen - Klirrende Kälte, Eis und Schnee haben den Sonntag in Niedersachsen und Bremen geprägt. Nach dem Abzug des Wintersturms „Elli“ kommt das öffentliche Leben in Niedersachsen und Bremen langsam wieder Gang. Das Winterwetter sorgt weiter für Herausforderungen und Freude:
Bahnreisende brauchen weiter Geduld
Nach vielen Zugausfällen und massiven Verspätungen sind die Hauptstrecken im Norden Deutschlands wieder befahrbar. „Unsere Züge rollen wieder. Die großen Hauptachsen sind alle freigeräumt und befahrbar“, sagte Bahnchefin Evelyn Palla am Sonntagmittag am Hauptbahnhof in Hannover. Bahnreisende brauchen allerdings weiter Geduld und müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Fahrgäste sollten sich vorab über ihre Verbindung informieren und prüfen, ob Reisen verschoben werden können.
Auch die Eisenbahn-Unternehmen Erixx, Enno und Metronom rechneten weiter mit witterungsbedingten Störungen. Reisende müssten sich auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen, teilten die Betreiberunternehmen mit. Die Züge sind unter anderem zwischen Hannover, Hamburg, Bremen, dem Harz, Braunschweig und der Lüneburger Heide unterwegs.
Vorsicht bei Autofahrten
Die Lage auf den Straßen hat sich nach dem Abzug des Wintersturms entspannt. Dank des Einsatzes der Räumdienste sind größere Straßen in Niedersachsen und Bremen wieder besser befahrbar. Auf zahlreichen Strecken sorgen Eis, Schnee und Glätte aber weiter für Herausforderungen. Im Küstenbereich gab es starke Schneeverwehungen. Die Schneeschicht und Minusgrade erschweren dort die Räumarbeiten. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten weiter vorsichtig fahren. In der Nacht zum Montag und am Montagmorgen ist besondere Vorsicht nötig. Der Deutsche Wetterdienst warnt für den Großteil Niedersachsens vor unwetterartigem Glatteis - verursacht durch gefrierenden Regen.
Spaß im Schnee
Vielen Menschen nutzten den schneereichen Sonntag für Ausflüge - für Spaziergänge, zum Rodeln oder zum Ski- und Snowboardfahren. So fuhren etwa im Harz viele Lifte und Seilbahnen - zur Freude von schneebegeisterten Kindern und Erwachsenen. Wer draußen unterwegs war, musste sich aber dick einpacken, denn auch bei Sonnenschein war es vielerorts klirrend kalt.
Regulärer Schulunterricht am Montag?
Am Freitag fiel der reguläre Schulunterricht in Niedersachsen und Bremen größtenteils aus, nun fragen sich viele Familien, wie es am Montag weitergeht. Mit Blick auf das angekündigte Glatteis ist möglich, dass erneut in vielen Landkreisen und Städten der Präsenzunterricht ausfällt. Bis zum frühen Sonntagnachmittag war klar, dass es etwa an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen in Trägerschaft der Stadt Oldenburg am Montag keinen regulären Unterricht gibt.
Auch im Landkreis Cuxhaven und in der Stadt Cuxhaven fällt der Unterricht an allen Förderschulen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus. Die Berufsbildenden Schulen Cuxhaven organisieren Distanzunterricht. Wegen der Glatteiswarnung und den bestehenden Verkehrsbedingungen fällt auch an den allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis Peine der Präsenzunterricht aus. „Über den Einsatz von Distanzlernen entscheiden die Schulen in eigener Zuständigkeit“, hieß es. „Für Eltern, die keine Kinderbetreuung gewährleisten können, richten die Schulen nach Möglichkeit eine Notbetreuung ein.“ Auch im Landkreis Wesermarsch kommt es zu einem witterungsbedingten Unterrichtsausfall.
In Niedersachsen treffen die Landkreise und kreisfreien Städte die Entscheidung, ob der Unterricht witterungsbedingt ganz oder in Teilen ausfällt. Um das aktuelle Wetter zu berücksichtigen, passiert das laut Kultusministerium meist am Vorabend oder am frühen Morgen des Schultags. Eine Vorgabe des Landes, bis wann die Schulen und Kommunen die Entscheidung mitteilen sollen, gibt es nicht.