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Deutsche Staatsangehörigkeit Mehr Einbürgerungen in Brandenburg - Stau beim Bearbeiten

Die Turbo-Einbürgerung gibt es seit vergangenem Jahr nicht mehr. Das neue Recht hatte zu vielen neuen Anträgen geführt - auch in Brandenburg.

Von dpa 03.03.2026, 06:00
In Brandenburg hat die Zahl der Einbürgerungen im Vergleich zum Jahr zugenommen. (Symbolbild)
In Brandenburg hat die Zahl der Einbürgerungen im Vergleich zum Jahr zugenommen. (Symbolbild) Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Potsdam - Die Zahl der Einbürgerungen ist trotz eines Staus bei der Bearbeitung in Brandenburg gestiegen. Im vergangenen Jahr habe es 4.695 Einbürgerungen gegeben, teilte Innenminister René Wilke (SPD) auf eine Anfrage aus der SPD-Landtagsfraktion mit. Die meisten Fälle wurden im Landkreis Oberhavel mit 648 gezählt, die wenigsten in Elbe-Elster mit 91. Im Jahr zuvor wurden landesweit 3.764 Einbürgerungen gezählt, etwa ein Fünftel weniger.

Das Ministerium verwies darauf, dass das neue Staatsangehörigkeitsgesetz zu einem drastischen Anstieg von Anträgen auf Einbürgerung geführt habe und die Behörden unter besonderer Belastung stünden. Das Staatsangehörigkeitsrecht war 2024 geändert worden. Die Möglichkeit einer „Turbo-Einbürgerung“ nach drei Jahren wurde aber 2025 wieder zurückgenommen. Eine Einbürgerung ist frühestens nach fünf Jahren möglich. Sie wird an eine nachhaltige Integration geknüpft.

Fast 7.000 neue Anträge

Bei den Staatsangehörigkeitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte in Brandenburg wurden laut Innenministerium im vergangenen Jahr 6.848 Anträge auf Einbürgerung neu gestellt, mit 1.095 die meisten davon in Potsdam. Im Jahr 2024 waren 7.321 Anträge neu gestellt worden, auch damals gingen mit 1.263 die meisten in Potsdam ein. Die meisten noch anhängigen Anträge wurden Ende 2025 ebenfalls in Potsdam registriert: Dort waren es 2.717, gefolgt von Cottbus mit 1.196 Anträgen.