Kommunen

Neuer Museumshafen in Greifswald nimmt weiter Form an

Von dpa 16.09.2021, 14:51 • Aktualisiert: 17.09.2021, 20:01
Mit Baumaschinen wird an einer Spundwand im Museumshafen entlang des Hanserings gearbeitet.
Mit Baumaschinen wird an einer Spundwand im Museumshafen entlang des Hanserings gearbeitet. Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Greifswald - Mit der Fertigstellung einer neuen Spundwand hat die Stadt Greifswald den nächsten Schritt zur Neugestaltung seines Museumshafens gemacht. Die Arbeiten hingen mit einer der größten Baumaßnahmen der Stadt zusammen - der Umgestaltung des Hanserings, wie Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) am Donnerstag anlässlich der Übergabe der Spundwand erklärte. Der südliche Hafenbereich solle einmal so attraktiv werden wie das nördliche Ufer. Ziel sei es, den Hafen stärker mit der Stadt zu verbinden.

Dazu sollen die entgegengesetzten Fahrbahnen durch eine Baumallee getrennt sowie die Promenade entlang der Kaikante verbreitert werden. Außerdem soll hier künftig Tempo 30 gelten. Die Stadt hatte auch die Spundwand untersucht mit dem Ergebnis, dass diese in der näheren Zukunft ohnehin hätte erneuert werden müssen. Trotz der neuen Spundwand können die etwa 70 Schiffe des laut Stadt Deutschlands größten Museumshafen noch nicht zurückkehren. Dazu müssten noch die weiteren Arbeiten abgeschlossen werden. Die Schiffe liegen derzeit stromabwärts auf dem Ryck beziehungsweise im Hafen von Wieck.

Im Zuge der Arbeiten kommt es immer wieder zu Verkehrsbehinderungen. So fließt der Verkehr teilweise zwischen Baustellenampeln derzeit nur einseitig. Diese Verengung soll laut Stadt Ende des Monats aufgehoben werden. Allerdings könne es an anderer Stelle wieder zu entsprechenden Einschränkungen kommen. Die Zeit dränge. Da das Projekt von der EU gefördert werde und rechtzeitig abgerechnet werden müsse, bliebe den Bauarbeiten nur noch bis Anfang des kommenden Jahres. Die Stadt blickt mit Sorge auf Materialknappheit und steigende Materialkosten. Noch sei es aber zu keinen größeren Einschränkungen gekommen.

Die Baukosten für die Umgestaltung des Hanserings belaufen sich auf rund acht Millionen Euro, die zum Teil über das Landesinfrastrukturministerium von der EU kommen. Die neue Spundwand hat etwa 6,6 Millionen Euro gekostet. An beiden Projekten hat sich auch das Landesinnenministerium finanziell beteiligt.