Kirche

Synode der Nordkirche tagt erstmals wieder in Präsenz

Erstmals seit mehr als einem Jahr tagt die Synode der Nordkirche wieder in Präsenz. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wie Kinder und Jugendliche stärker an der Gremienarbeit der Kirche beteiligt werden können.

Von dpa
Ulrike Hillmann, Präses der Landessynode der Nordkirche.
Ulrike Hillmann, Präses der Landessynode der Nordkirche. Carsten Rehder/dpa/Archivbild

Lübeck-Travemünde - Um die Zukunftsfähigkeit der Nordkirche geht es bei der Tagung der Nordkirche, die am Donnerstag in Lübeck-Travemünde zusammenkommt. Bis zum Sonnabend wollen die 156 Synodalen unter anderem ein Gesetz auf den Weg bringen, das die stärkere Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den Gremien der Kirche regeln soll. Dieses Gesetz sei ein Meilenstein für die breite Beteiligung der jungen Generation an der zukünftigen Arbeit der Nordkirche, sagte die Präses der Landessynode der Evangelisch-lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Ulrike Hillmann.

Weitere Themen der Tagung sind nach Angaben der Nordkirche ein Bericht der Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs, zum Stand der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der Kirche. Am Freitag steht außerdem ein Bericht von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt zu Perspektiven der Nordkirche auf der Tagesordnung. Zuvor wollen die Synodalen über den Zukunftsprozess der Nordkirche „Horizonte hoch5“ diskutieren.

Breiten Raum wird nach Angaben Hillmanns auch das Thema „Reden über Frieden“ einnehmen. „Das hat bedauerlicherweise in den letzten Wochen weitere Aktualität durch die Entwicklung in Afghanistan erfahren“, sagte Hillmann.

Das Treffen ist die erste gemeinsame Tagung der Synodalen seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als einem Jahr. „Die persönliche Begegnung und der Austausch sind für eine intensive und erfolgreiche synodale Arbeit auf Dauer unerlässlich“, sagte Hillmann. Wegen der Pandemie hatte das Kirchenparlament seit Sommer 2020 nur digital getagt. Während ihrer aktuellen Tagung soll die Landessynode ein Kirchengesetz verabschieden, das Sitzungen und Beschlüsse kirchlicher Gremien per Videokonferenz unabhängig von der Pandemie generell ermöglichen soll.