London (dpa) - Nach dem Fund von 39 toten Vietnamesen in einem Kühllaster hat ein britisches Gericht zwei Männer wegen Totschlags und Menschenhandels verurteilt. Der 43-Jährige und der 24-Jährige wurden zudem wegen Menschenhandels schuldig gesprochen. Ihnen droht lebenslange Haft.

Das Strafmaß soll im Januar verkündet werden. Zwei weitere Männer im Alter von 24 und 38 Jahren wurden wegen Menschenhandels verurteilt. Damit wurden in Großbritannien bisher acht Menschen in dem Fall schuldig gesprochen. Die 39 Leichen waren am 23. Oktober 2019 in einem Container in Grays östlich von London entdeckt worden.

Die mitunter noch jugendlichen Männer und Frauen sollen Menschenhändlern teils Zehntausende Euro bezahlt haben, um nach Großbritannien geschleust zu werden. Im Zusammenhang mit dem Leichenfund wurden seither diverse Verdächtige auch in Frankreich und Belgien festgenommen, die dabei geholfen haben sollen, Migranten aus Südostasien zu schleusen. Auch in Vietnam wurden mutmaßliche Mitglieder eines Menschenhändlerrings verhaftet.

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