Rom (dpa) - Die mitregierende Fünf-Sterne-Bewegung in Italien verschiebt wegen der Corona-Krise die Wahl ihres neuen Parteivorsitzenden.

In dem derzeitigen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Notstand müssten alle Kräfte für den Wiederaufbau verwendet werden, erklärte die Protestpartei auf ihrer Webseite am Freitag.

Außenminister Luigi Di Maio war Ende Januar von dem Posten als "capo politico" (politischer Anführer) zurückgetreten. Seitdem führt Interimschef Vito Crimi die Partei - er soll dies auch bis zur Wahl eines neuen Vorsitzenden tun. Diese solle vor Ende des Jahres stattfinden, hieß es in der Mitteilung.

Crimi hat politisch allerdings kaum ein Gewicht in der populistischen Partei. Die Sterne sind in der Koalition mit den Sozialdemokraten die stärkere Partei und stellen die meisten Abgeordneten.

Allerdings haben sie bei mehreren Regionalwahlen und bei der Europawahl schwere Verluste eingefahren und sind daher geschwächt. Italien ist eines der weltweit am schlimmsten von der Covid-19-Lungenkrankheit betroffenen Länder.

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