Wanninchen (dpa) - Unter dem Motto "Landschaft im Wandel" wird an diesem Donnerstag (27. August) in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen bei Luckau (Landkreis Dahme-Spreewald) eine Schau eröffnet.

Informiert werde über Geschichte und Entwicklung der Region vom Tagebau zu einer Landschaft, die einer Wildnis ähnle, teilte die Stiftung mit.

Vor 20 Jahren erwarben Heinz und Inge Sielmann 722 Hektar in Wanninchen in einer einstigen Tagebau-Landschaft. Es entstanden neue Wasserflächen und Areale mit großem Artenreichtum. Mit der Ausstellung können Besucher das bislang aus Sicherheitsgründen gesperrte Gebiet kennenlernen. Das Projekt der Naturlandschaft wurde mit 456.000 Euro vom Land Brandenburg finanziell unterstützt.

Mittlerweile ist das Areal 3300 Hektar groß und konnte zum Schutzraum für Fauna und Flora ausgebaut werden. In Wanninchen entstand die erste von heute fünf Sielmanns Naturlandschaften in Brandenburg. 13.000 Hektar gehören heute dazu. Dort befanden sich einst vor allem Truppenübungsplätze und Tagebaulandschaften. In der Naturlandschaft Döberitzer Heide leben beispielsweise Przewalski-Pferde - Urpferde - und Wisente, in einer etwa 1800 Hektar großen Kernzone, fast ohne menschliche Betreuung.

Heinz Sielmann (1917-2006) war ein Naturfilmer. Er wurde durch seine Sendereihe "Expedition ins Tierreich" im Westfernsehen auch den Zuschauern im Osten bekannt.

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