Schönebeck l Die Volksstimme hat bei insgesamt drei Betrieben in der Elbe-Stadt nachgefragt. Darunter waren die Traditionsgaststätte „Stadtpfeiffer“, das Eventlokal „Weltrad“ an der Elbe sowie das Restaurant für griechische Spezialitäten „Athos“ gegenüber des Schwanenteichs in Bad Salzelmen. Die Krise hat diesen Unternehmen zwar zugesetzt, aber es gibt auch Lichtblicke.

Athos: Sicher durch die Krise geschifft

Seit etwa eineinhalb Jahren steckt wieder Leben in einem historischen Gebäude in Bad Salzelmen. Im so genannten „Schloss“ ist nach einigen Besitzerwechseln in den Vorjahren nun wieder Leben eingekehrt. Die Mitarbeiter des Restaurants „Athos“ bewirten ihre Gäste mit Speisen aus Südeuropa. Das soll auch so bleiben,sagt Inhaberin Christina Oerterer und ihr Mann Dretan Xhaka, den alle nur Toni nennen.

„Wir fühlen uns hier pudelwohl“, so Oerterer, trotz Krise. „Im Sommer konnten wir Abstände gut einhalten, da wir einen großzügigen Außenbereich haben. Zur Zeit arbeiten wir noch an Abtrennungen zwischen den Tischen“, sagt die Inhaberin. Die Räume würden häufig auch für Feierlichkeiten genutzt – da sei es mit Hygiene einfacher. Dennoch: Auf Händedesinfektion, Alltagsmasken und Co. legt man in Bad Salzelmen Wert. „Die Menschen fühlen sich mit Masken einfach wohler“, so Oerterer.

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Weltrad: Neue Ideen während der Pandemie

„Die Leute holen offenbar nach, was sie während der Schließung nicht konnten“, meint René Wölfer vom Weltrad-Team. Ja, die Krise habe dem Restaurant- und Gastronomie-Betrieb direkt am Elberadweg zusgesetzt, doch sie bot auch Chancen. „Alle, die sonst ins Ausland gereist wären, hat es offenbar aufs Fahrrad getrieben“, scherzt Wölfer und fügt erfreut, aber mit dem nötigen Ernst hinzu: „Hier waren viele verschiedene Gruppen, von jungen Familien, Singles bishin zu Senioren.“ Als Erfolgsrezept habe sich dabei erwiesen, dass viele Urlauber mit Camping-Wagen die Angebote des Betriebes genutzt hätten. „Ein gutes Paket“, wie Wölfer meint.

Trotz allem Positiven: Die Krise bedeutet Mehraufwand. Gäste werden zum Tisch gebracht, Desinfektionsmittel bereit gehalten und Masken sollen getragen werden. „Falls etwas nicht passt, schreiten wir sehr sensibel ein.“

Stadtpfeiffer: Situation kreativ genutzt

„Wir müssen alles versuchen, damit es keinen zweiten Lockdown gibt“, meint Geschäftsführer Hendrik Treffehn. Spätestens dann würde es für ihn, seine Familie und die Mitarbeiter noch schwieriger als ohnehin schon. Um das zu vermeiden, unternimmt der Gastronom vieles mehr als ohnehin schon. Die Plexiglas-Vorrichtungen an den Tischen hat er liebevoll verziert. „Gäste wollen ja schließlich einen schönen Abend in einer netten Atmosphäre erleben.“ Desinfektionsmittel sei im Stadtpfeifer ohnehin im regelmäßigen Gebrauch. Was neu ist: Abstände werden konsequent eingehalten – auch dann, wenn Gäste einen freien Tisch warten müssen.