Magdeburg (dpa) l In Sachsen-Anhalt suchen immer mehr Flüchtlinge Unterstützung bei den Tafeln. Inzwischen machen Asylbewerber durchschnittlich 20 bis 25 Prozent der Menschen aus, die bei den Ausgabestellen Lebensmittel erhielten, sagte Andreas Steppuhn, Landesvorsitzender der Tafeln. Besonders stark sei der Andrang in den großen Städten Magdeburg, Dessau-Roßlau und Halle. Aber auch in Kommunen wie Merseburg oder Stendal müssten zunehmend Asylsuchende versorgt werden.

Generell würden alle Bedürftigen gleich behandelt, betonte Steppuhn. Da die Tafeln aber nur verteilen könnten, was sie hätten, entstünden teils Engpässe. "Es kommt vor, dass es für alle weniger gibt." Das führt laut Steppuhn mitunter auch zu Konkurrenzsituationen.

"Manchmal kommen fremdenfeindliche Sprüche", sagte er. In solchen Situationen würden die Helfer sofort einschreiten. Nach Angaben des Vorsitzenden werden die Mitarbeiter auch geschult, aufzuklären und "ein Klima der Normalität" zu schaffen. Dazu gehöre auch, Flüchtlinge in die ehrenamtliche Arbeit bei den Tafeln einzubinden.

Angesichts des steigenden Lebensmittelbedarfs der Tafeln durch die Flüchtlinge appellierte Steppuhn insbesondere an Unternehmen aus dem Nahrungsmittelbereich, die Organisation durch Spenden zu unterstützen.