Die EU attestiert Sachsen-Anhalt schlampigen Umgang mit Fördermitteln, der Landesrechnungshof spricht von gravierenden Fehlern, der Stadt Wolmirstedt drohen aufgrund eigener und der Fehler der Verantwortlichen eines Taekwondovereins mehrere Hunderttausend Euro Schaden. Die Bilanz der Sanierung einer Sporthalle in Wolmirstedt ist verheerend.

Die erhobenen Untreuevorwürfe lassen sich heute nicht mehr nachweisen. Dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen zu diesem Fall eingestellt hat, ist nachvollziehbar. Insgesamt bleibt jedoch ein bitterer Beigeschmack: Niemand will schuld sein, der Makel des Versagens bleibt damit an allen Beteiligten haften.

Der größte Verlierer in dieser Affäre sind jedoch die Steuerzahler in Wolmirstedt: Wenn die Stadt wegen der Fehler einiger weniger Gelder zurückzahlen muss, wird das alle Einwohner treffen – Zuschüsse für Vereine könnten sinken, Kita-Gebühren steigen. Die Verursacher aber kommen glimpflich davon.