Sexuelle Nötigung

AfD-Politiker Büttner schweigt zu Vorwürfen

Staßfurter Abgeordneter Büttner äußert sich gegenüber Medien und eigener Fraktion weiterhin nicht zu Vorwürfen.

10.01.2017, 16:11

Magdeburg l Der AfD-Landtagsabgeordnete Matthias Büttner äußert sich weiterhin nicht zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen der sexuellen Nötigung beziehungsweise versuchten Vergewaltigung. Der Staßfurter Politiker machte am Dienstag weder gegenüber den Medien noch in einer Sitzung der AfD-Fraktion Angaben zu dem mutmaßlichen Vorfall. Während einer Dienstreise im November nach Erfurt soll Büttner ein Doppelzimmer für sich und eine Referentin gebucht und versucht haben, sich der Frau gegen deren Willen sexuell zu nähern. Die Staatsanwaltschaft Magdeburg hat die Strafanzeige an die Ermittler in Erfurt abgegeben. Diese entscheiden nun über das weitere Vorgehen.

AfD-Fraktionschef André Poggenburg sagte nach der Sitzung: „Es sind schwere Vorwürfe. Sein Anwalt hat ihm geraten, sich nicht dazu zu äußern.“ Da Büttner die Strafanzeige noch nicht vorliege, habe dieser noch keine Akteneinsicht nehmen können.

Nach Informationen der Volksstimme debattierten die Abgeordneten lange und zum Teil emotional über die Kündigung der Referentin, die am 21. Dezember ausgesprochen worden war. Einige vermuten, dass ein Zusammenhang zur Dienstreise besteht. Fachlich sei die Entscheidung nicht nachvollziehbar, hieß es. Poggenburg erklärte dazu: „Eine solche Entscheidung obliegt dem Vorstand.“